Marius Schaub
Redakteur

Redakteur

Über 2.500 Start-ups der Kreislaufwirtschaft existieren in ganz Europa. Großbritannien, Deutschland und Frankreich führen bei Gründungszahlen und Investitionsvolumen: im Vereinigten Königreich sind es 528 Start-ups und 7,2 Milliarden Euro Kapital, gefolgt von Deutschland mit 499 Start-ups, die 5,7 Milliarden Euro erhielten, sowie 306 Start-ups finanziert von 2,2 Milliarden Euro in Frankreich. Ein Grund für die gute Entwicklung in diesen Ländern sind laut Circular Republic reife Innovationsökosysteme. Sie bündeln die Kräfte zwischen erfolgreichen Forschungsinstituten, führenden Industrievertretern und Gründungszentren als Brücken. Dazu zählen Berlin, London, München, Paris, aber auch Barcelona und Stockholm. Die Kreislaufwirtschaft zieht zudem diverse Gründungsteams an, der Frauenanteil liegt mit 30 % deutlich über dem Durchschnitt. Auch gilt der Bereich als attraktiv für abwandernde Top-Talente aus den USA.

Kann Nachhaltigkeit zum Wettbewerbsvorteil werden? Ja, sagen die Veranstalter des Sustainability Osapiens Summit 2025. Die Konferenz fand Mitte Mai in Mannheim statt.
Prof. Michael Braungart, Leiter des Seminars „Rethinking Microplastics" und Mitbegründer des Cradle-to-Cradle-Konzepts, möchte Theorie und Praxis in der Lehre stärker verknüpfen. „Die Studierenden interessieren sich für die Sicht der Industrie und suchen den Dialog. Sie wollen eigene Lösungsansätze entwickeln und in die Umsetzung kommen", so Braungart. „Dafür brauchen sie Gestaltungswillen, aber auch Problembewusstsein und ein Verständnis dafür, wie es in der Praxis tatsächlich aussieht. Schon bei der Definition von Mikroplastik und dem Verständnis dessen, was genau darunterfällt, beginnen die Herausforderungen."

Brij Mohan Garg gründete das Unternehmen vor 40 Jahren als Metallhandel. Heute leiten es seine Söhne Rakesh und Manish. Unter ihrer Führung hat sich Hudei zum Spezialisten für Metallrecycling, insbesondere Edelstahl, entwickelt und gilt landesweit als Musterbetrieb für diese aufstrebende Branche.

Dr. Ralf Düssel (Evonik) bleibt Vorsitzender, Dr. Guido Naberfeld (Covestro), Dr. Daniel Koch (Basell Polyolefine) und Dr. Klaus Wittstock (BASF) wurden als stellvertretende Vorsitzende gewählt. Philip O. Krahn (Otto Krahn Group) bleibt Schatzmeister. Die bisherigen Beisitzer, Uwe Dietsch (Inovyn), Michael Freutsmiedl (Borealis), Andreas Holzner (Baerlocher), Dr. Oliver Mieden (Westlake Vinnolit), Dr. Peter Prinz (Vynova), Wolf Sanner (Syensqo), Dr. Jürgen Stebani (Polymaterials) und Ute Spring (Dow), wurden ebenfalls im Amt bestätigt.

Das deutsche KI-Unternehmen Wasteer wird nach eigenen Angaben zukünftig auch in der Abfallverwertungsanlage Parc Adfer in Wales zum Einsatz kommen. Die Anlage gehört zur Enfinium Group, einem Anbieter für energetische Abfallverwertung in England. Ein Ende 2024 begonnenes Testprojekt in der Anlage Ferrybridge-2 lieferte laut Wasteer schon jetzt vielversprechende Ergebnisse, sodass das Mandat ausgeweitet wird. Auch das italienische Energieversorgungsunternehmen A2A Life Company ist vom Einsatz der Technologie im Müllheizkraftwerk (MHKW) Acerra demnach überzeugt: Wasteers Vertrag mit der Anlage wird gleich um mehrere Jahre verlängert und der Einsatzbereich der Technologie erweitert.
Viele Unternehmen dürften die Nachricht aus Brüssel als einen Befreiungsschlag empfunden haben: Die beiden als Omnibus bezeichneten Pakete der EU-Kommission sollen die Berichtspflichten vereinfachen. Dies gilt unter anderem für Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD), Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) und CO2-Ausgleichsmechanismus (CBAM). Diese ähnlich gelagerten und besonders belastenden Gesetze werden insofern geändert, als dass beispielsweise rund 80 Prozent der Unternehmen aus dem Scope der CSRD entnommen und die Zeitleiste der Reportingpflichten nach hinten verschoben wird. Weiterhin werden Schwellenwerte, die Überwachung von Lieferanten und Sanktionen erheblich reduziert. Unklar ist noch, welche Anforderungen zukünftig oder weiterhin seitens Kapitalmarkt kommen; grundsätzlich prüfen Banken immer häufiger Umweltrisiken.

Seit 2025 verpflichtet die EU ihre Mitgliedstaaten zur getrennten Sammlung von Alttextilien. Ist Deutschland darauf vorbereitet? Und was passiert mit den zusätzlich gesammelten Mengen, wenn heute schon zu wenig recycelt wird? Im RECYCLING talk diskutierten Expert*innen, wie sich die Sammlung und das Recycling von Alttextilien weiterentwickeln können.

Die Deutsche Umwelthilfe fordert Norma auf, gedruckte Werbezettel abzuschaffen - so wie schon Rewe, Obi, Ikea, Fressnapf und neuerdings testweise sogar Aldi Süd. Mehr als 26 Milliarden Werbepost-Flyer gebe es jährlich in Deutschland.

Mit einem lösungsmittelbasierten Recyclingverfahren, das vom Fraunhofer IVV und Creacycle gemeinsam entwickelte Formulierungen verwendet, lassen sich kritische Weichmacher aus alten PVC-Böden effizient entfernen.