Michael Brunn
Chefredakteur

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„Die in der heute veröffentlichten Omnibus-Verordnung vorgeschlagenen Änderungen schießen weit über das Ziel hinaus. Statt einer zielgerichteten Bündelung und Vereinfachung der Berichtspflichten aus den drei bestehenden Rechtsakten senkt die EU-Kommission die Anforderungen im großen Stil ab", sagt Johannes Kröhnert, Leiter des Brüsseler Büros des TÜV-Verbands. „Die mit den Nachhaltigkeitsregulierungen ursprünglich gesteckten Ziele - mehr Klimaschutz und weniger Menschenrechtsverletzungen - werden damit aufgeweicht."

Mit modernster Technologie ausgestattet, verwertet die neue Anlage zukünftig jährlich bis zu 350.000 Tonnen Abfall energetisch und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung der Region. Gleichzeitig setzt sie neue Maßstäbe bei der Effizienz und Emissionsminderung. „Das erste Müllfeuer ist ein symbolträchtiger Moment. Es zeigt, dass unsere umfangreichen Planungen und Vorbereitungen erfolgreich waren und wir nun den nächsten Schritt auf dem Weg zum Regelbetrieb gehen können", erklärt Dr. Joachim Manns, COO der EEW-Gruppe. Bei gleicher Abfallmenge könne die Fernwärmeabgabe auf bis zu 400.000 Megawattstunden erhöht und gleichzeitig die Stromeinspeisung mehr als verdoppelt werden. „Damit tragen wir entscheidend zur nachhaltigen Energieversorgung der Region bei", erklärt Joachim Manns weiter.

„Das Umweltbundesamt setzt sich dafür ein, dass Verbraucher*innen die notwendigen Informationen bekommen, um nachhaltige Kaufentscheidungen treffen zu können. Doch leider sind missverständliche und nicht belegte Aussagen immer noch weit verbreitet", sagt Dirk Messner, Präsident des UBA. „Mit der Umsetzung der neuen EU-Vorgaben über umweltbezogene Informationen für Verbraucher*innen erwarten wir, dass Unternehmen vermehrt vertrauenswürdige Siegel wie den Blauen Engel nutzen und irreführende Aussagen zurückgehen."Mit der im letzten Jahr beschlossenen „EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel" (EU 2024/825) zur Änderung des Wettbewerbs- und Verbraucherrechts sollen Greenwashing in der Werbung eingedämmt und verlässliche Umweltinformationen gefördert werden. So werden Textaussagen künftig grundsätzlich nur zulässig sein, wenn sie spezifisch genug beschrieben bzw. begründet sind. Bestimmte Klima-Claims werden ganz verboten. Neue Anforderungen an Siegel, wie öffentlich zugängliche Kriterien und ein unabhängiges Zertifizierungssystem, sollen zudem den unübersichtlichen Markt der Umweltsiegel bereinigen.Ergänzend dazu soll die geplante europäische „Green claims directive" (Richtlinie über Umweltaussagen) die Begründung und Nachprüfbarkeit von Umweltaussagen weiter präzisieren. Diese Richtlinie befindet sich derzeit in den abschließenden Verhandlungen.Der aktuelle Forschungsbericht des UBA bietet eine systematische Aufbereitung der Thematik Greenwashing. Er beinhaltet eine Analyse der rechtlichen Instrumente zur Bekämpfung von Greenwashing, stellt die bestehenden Empfehlungen und Prinzipien zur Begründung guter Umweltaussagen zusammen und beleuchtet die Wahrnehmungen und Wirkungen auf Verbraucher*innen.

Altkleider werden bislang überwiegend verbrannt. Mit angepassten Verfahren aus der Papierherstellung ist es möglich, die Cellulosefasern aus Altkleidern zurückzugewinnen und daraus Kartonagen und andere Verpackungsmaterialien herzustellen.
Unter der Leitung von Plan Vale wurde das Konsortium mit der Entwicklung, Umsetzung und dem Betrieb des Pfandsystems betraut. Das System schafft finanzielle Anreize für die Rückgabe von Einweggetränkeverpackungen, darunter PET-Flaschen, Aluminiumdosen, Glasflaschen und Getränkekartons. Durch die breite Materialabdeckung sollen die positiven Umweltauswirkungen maximiert werden.

Green Jobs, also Arbeitsplätze im Umweltsektor, sind weiterhin begehrt, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Derzeit sind 31.000 Beschäftigte in der privaten und öffentlichen Abfall- und Ressourcenwirtschaft in Österreich tätig, indirekt sichert die Wachstumsbranche mehr als 75.000 Arbeitsplätze. Die Jobs gelten als krisensicher, nachhaltig und vielseitig.

„Wir investieren regelmäßig in zeitgemäße Technik bei unserem Maschinenpark, um mit unseren knapp 40 Fahrzeugen auf dem neuesten Stand zu bleiben und gleichzeitig unsere hohen Sicherheitsstandards zu erfüllen", so die Geschäftsführerin Bettina Schuler-Kargoll. Entscheidend für eine hohe Wertschöpfung bei der Wiederverwertung ist das saubere Trennen in die verschiedenen Fraktionen. Das ist die Grundvoraussetzung für den Umschlag, mit dem es Schuler Rohstoff im ganzen Firmenverbund mit seinen über hundert Mitarbeitern im Jahr auf 260 000 Tonnen Material in Summe bringt.

„Rohstoffe sind Wertstoffe - das gilt in politisch unruhigen Zeiten mehr denn je. Statt wegwerfen und neu kaufen: recyceln und weiternutzen. Das verringert die Abhängigkeit von Rohstofflieferanten aus oftmals politisch fragwürdigen Staaten. Dabei zähle ich auf die Erfahrung und die Innovationskraft der mittelständisch geprägten privaten Entsorgungswirtschaft in Bayern", betonte Holger Grießhammer, Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, bei einem Gespräch mit dem Vorstand des VBS. „Profiteure sind unsere Wirtschaft, die Umwelt und das Klima."

Die Kommission hat den Deal für eine saubere Industrie vorgestellt. Dabei handelt es sich um einen Wirtschaftsplan zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit und der Resilienz unserer Industrie. Durch den Deal soll die Dekarbonisierung beschleunigt und gleichzeitig die Zukunft der verarbeitenden Industrie in Europa gesichert werden.
Hintergrund ist die Pflicht der öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger zur Getrennterfassung von Alttextilien. Danach müssen die öffentlich-rechtlichen Entsorgungsträger seit dem 01.01.2025 ein System zur getrennten Erfassung von Textilabfällen anbieten. Als Folge landen nun - teilweise nach Aufforderung von Kommunen, des Umweltbundesamtes und von Verbraucherzentralen - verschmutzte und unbrauchbare Textilabfälle, Lumpen, Putzlappen und sonstige Reste vermehrt in den gewerblichen Sammlungen privater Entsorger.