Michael Brunn
Chefredakteur

Chefredakteur


Eines der wesentlichen Argumente gegen den Klimaschutz sind die Kosten. Dabei wird zum einen außer Acht gelassen, dass kein Klimaschutz ebenfalls mit erheblichen Kosten verbunden ist. Zudem können mit den richtigen Maßnahmen auch Einnahmen für öffentliche Haushalte generiert werden. Die Studie „Den Klimaschutz finanzierbar machen - Klima- und Finanzpolitik zusammen denken: Wechselwirkungen und Zielkonflikte" des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung zeigt, dass sich Klimaschutz und eine solide Finanzpolitik nicht ausschließen müssen.

Im Bericht „Abfallwirtschaft, Abfallvermeidung, Abfallplanung, Messung" stellt der Schweizer Bundesrat die Aktivitäten zur Kreislaufwirtschaft dar. Dabei wird deutlich, dass man sich hauptsächlich an der EU-Gesetzgebung orientiert.

Während noch darüber gestritten wird, wie viele Windräder wir benötigen und wo sie stehen sollen, steht für viele Windräder im Betrieb in den kommenden Jahren bereits das Ende ihrer Laufzeit an. Im Auftrag des Umweltbundesamtes beschreiben EY Law, EY GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und die TU Dortmund in der Studie „Entwicklung eines Konzepts und Maßnahmen zur Sicherung einer guten Praxis bei Rückbau und Recycling von Windenergieanlagen", wie dieser Rückbau möglichst nachhaltig gestaltet werden kann.

Im Rahmen des Forums Elektroaltgeräte des bvse Ende April in Hamburg gaben Experten einen Überblick über den aktuellen Stand des E-Schrott-Recyclings und über kommende Entwicklungen.

In ihrem Bericht „Shifting the public's focus from recycling to waste prevention - how do we move people up the waste hierarchy?" weist die Umweltschutzorganisation Keep Britain Tidy darauf hin, dass Recycling derzeit von der Mehrheit als die beste Umweltoption angesehen wird. Der Bericht zeigt auf, wie der Schwerpunkt auf die Abfallvermeidung verlagert werden kann.

Kunststoffabfalle sind nach wie vor ein großes Problem - vor allem, wenn es um die Frage geht, wie sie am besten zu behandeln sind. In ihrem technischen Bericht „Environmental and economic assessment of plastics waste recycling - a comparison of mechanical, physical, chemical recycling and energy recovery of plastic waste" hat die Gemeinsame Forschungsstelle verschiedene Recyclingverfahren und die energetische Verwertung verglichen. Die Studie kommt jedoch zu keinem endgültigen Ergebnis.

In der industriellen Fertigung sind Roboter schon lange bekannt. Und auch in der Abfallsortierung halten sie langsam Einzug. Aber Roboter im Kundenservice eines Entsorgungsunternehmens? Bei Berlin Recycling stehen zwar keine Blechkisten in den Büros, aber mithilfe von „Robotic Process Automation" hat das Unternehmen seinen Mitarbeiter*innen und Kund*innen das Leben deutlich erleichtert.

Aus den unterschiedlichsten Gründen ist in vielen Märkten derzeit kaum Optimismus angesagt. Das gilt auch für die NE-Metallhändler und -Recycler, wie der VDM-Geschäftsklimaindex zeigt. Allerdings geht der Verband davon aus, dass sich die Situation möglicherweise positiver gestalten werde, als viele Verbandsmitglieder es befürchten.

Der Bericht befasst sich konkret mit drei Elementen des Onlinehandels: Versandverpackungspraxis, Logistik inklusive letzte Meile und Retourenmanagement. Für diese drei Bereiche wurden mögliche Handlungsansätze zur Ökologisierung entwickelt. Zudem wurden drei Szenarien mit unterschiedlichen Umsetzungsgraden betrachtet.

Mit ihrem Inflation Reduction Act üben die USA Druck auf die Europäische Union in Bezug auf grüne Technologien aus. In der Studie „IRA and the net-zero race - how EU industrial policy should respond" hat Deloitte im Auftrag der Climate Economy Foundation untersucht, wie die EU am besten reagieren kann.