Michael Brunn
Chefredakteur

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Die Stabilisierung eines zunehmend erneuerbaren Stromsystems ist eine zentrale Herausforderung der Energiewende. Flexible Biogas- und Biomethananlagen rücken dabei stärker in den Fokus, da sie bereits heute erhebliche regelbare Leistung bereitstellen und auf vorhandener Infrastruktur aufbauen. Laut dem Positionspapier „Biogas und Kapazitätsmärkte - Zur Rolle von Biomasse als Flexibilitätsoption im Stromsektor" von DBFZ und UFZ könnten Biomasseanlagen künftig deutlich stärker zur Versorgungssicherheit beitragen als bisher angenommen.

Steigende Qualitätsanforderungen und der Druck zur Dekarbonisierung stellen die Stahl- und Recyclingbranche vor neue Herausforderungen. Die Studie „Kombination multimodaler Sensordaten für eine verbesserte Nutzung von Schrott in der Stahlproduktion" von Wissenschaftler*innen aus Österreich, Italien, Deutschland und Schweden zeigt, wie sich Schrott mithilfe kombinierter Sensorik und künstlicher Intelligenz erstmals in Echtzeit umfassend charakterisieren lässt. Die Studie wurde in „Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft" veröffentlicht.

Das „Aktionsprogramm der Bundesregierung zur Umsetzung der Nationalen Kreislauf-wirtschaftsstrategie - Eckpunkte für kurzfristig realisierbare Maßnahmen" der Bundesre-gierung soll der nächste Schritt für die NKWS sein. Umgesetzt werden sollen die Maßnah-men bis 2027 - sofern denn das Geld dafür vorhanden ist.

Die Versorgung mit Phosphor entwickelt sich zunehmend zu einer strategischen Frage für Landwirtschaft, Wasserwirtschaft und Kreislaufwirtschaft. Deutschland ist weiterhin nahezu vollständig auf Importe angewiesen.

Am Donnerstag Abend hat der Bundestag das neue Verpackungsrecht verabschiedet. Die Bewertung durch die Verbände fällt unterschiedlich aus.

Die Kreislaufwirtschaft gilt als Schlüssel für Ressourcenschutz, Klimaneutralität und eine sichere Roh-stoffversorgung der Industrie. Doch ein zentrales Problem bleibt bislang ungelöst: Für viele Metallströme fehlen belastbare Daten über Mengen, Qualitäten und tatsächliche Recyclingpfade. Die Analyse „Data requirements for a successful circular economy" des Umweltbundesamts und der Deutschen Rohstoffa-gentur zeigt, dass entlang der gesamten Wertschöpfungskette erhebliche Informationslücken bestehen.

Der Global Environment Outlook 7 der Vereinten Nationen beschreibt die Umweltkrisen unse-rer Zeit mit ungewohnter Klarheit und weist der Kreislaufwirtschaft dabei eine Schlüsselrolle zu. Abfall, Materialien und Stoffströme erscheinen nicht länger als Randthemen der Umwelt-politik, sondern als zentrale Stellschrauben für Klima-, Ressourcen- und Biodiversitätsschutz. Der Beitrag ordnet die Kernaussagen des Berichts ein und zeigt, warum leistungsfähige Material- und Abfallsysteme zur strategischen Infrastruktur einer nachhaltigen Wirtschaft werden.

CCU und CCS gelten vor allem in schwer dekarbonisierbaren Branchen als wesentliche Instrumente zum Erreichen der Klimaziele. Allerdings ist der Aufwand für die Installation entsprechender Systeme hoch, ebenso der Energieverbrauch. Der Thinktank Industrielle Ressourcenstrategien hat in der Studie „CCU-Technologien: Status quo und Zukunftsperspektiven" untersucht, ob dezentrale und weniger energieintensive CCU-Verfahren eingesetzt werden können. Dabei liegt der Fokus weniger auf dem unmittelbaren Klimabeitrag, sondern vielmehr auf der Entwicklung wettbewerbsfähiger Technologien.

Für das dritte Quartal hat die Europäische Kommission ein Gesetz zur Kreislaufwirtschaft angekündigt. Nun hat auch die Ellen MacArthur Foundation dazu Stellung genommen. Im Bericht „The EU Circular Economy Act-Key policy levers für Europe's Industrial Strategy" hat die Organisation ihre Vorstellungen für das Gesetz skizziert.

Viele Rohstoffe stehen und liegen im wahrsten Sinne vor unserer Tür. Genutzt wer-den sie aus einer Reihe von Gründen trotzdem nicht. Das soll sich nun ändern. Das Um-weltbundesamt hat mit der Entwicklung einer nationalen Urban-Mining-Strategie begonnen.