Michael Brunn
Chefredakteur

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Deshalb weist Katrin Büscher, geschäftsführender Vorstand der ASA, darauf hin, dass die abfallstämmige Biomasse in der zukünftigen Energie- und Klimapolitik eine zentrale Rolle einnehmen muss. „Abfälle und Nebenprodukte aus der Kreislaufwirtschaft sind nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch unverzichtbar für die Erreichung der Klimaziele", so Katrin Büscher. Sie ermöglichen eine effiziente Nutzung vorhandener Ressourcen und reduzieren die Abhängigkeit von Primärrohstoffen.

Ziel ist die Diversifizierung von Lieferketten und der Schutz der Industrie vor geopolitischen Risiken und Preisschwankungen.

Die Bedienoberfläche ist auf einen effizienten Maschineneinsatz ausgerichtet. Funktionen wie das Engine Idle Management System (EIMS) zur automatischen Motordrehzahlregulierung sollen den Kraftstoffverbrauch im Leerlauf senken.

Die Testphase erfolgt auf einer neuen Pilotanlage am NTCP-Standort in Heerenveen. Das Projekt wird vom niederländischen Ministerium für Klimapolitik und grünes Wachstum unterstützt und ist auf vier Jahre angelegt. Die Skalierung zur industriellen Produktion ist bis zum Start der EU-Verpackungsverordnung PPWR im Jahr 2030 vorgesehen.

Lithium-Ionen-Akkus zählen zu den größten Brandrisiken in Sortier- und Recyclinganlagen. Jährlich kommt es zu Tausenden von Bränden - ein Großteil davon ausgelöst durch unsachmäßig entsorgte Akkus in Elektrogeräten. Um Anlagen, Menschen und Infrastruktur deutlich besser zu schützen, haben das Fraunhofer IIS und Lobbe in den vergangenen drei Jahren das KI-gestützte Röntgensortiersystem DangerSort entwickelt und intensiv erprobt.

Geplant ist, am Standort Mühldorf eine moderne Recyclinganlage zu errichten, die ab 2027 Gipskartonplatten in hochwertigen RC-(Recycling)Gips aufbereiten wird. Die Gründung dieser Gesellschaft trägt zur Ressourcenschonung bei und unterstützt außerdem aktiv die Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes. Geschäftsführer ist Michael Weiß, der gleichzeitig Geschäftsführer der RSK Umwelttechnik GmbH - eine Gesellschaft der Rohrdorfer Unternehmensgruppe - ist.

Das 2015 gegründete Unternehmen EAG-Berthold aus Colditz ist auf Erdbau und Abrissarbeiten spezialisiert und brachte bereits Erfahrung im Brückenrückbau mit. Im Juni 2025 begann der Abbruchspezialist mit dem kontrollierten Rückbau der Carolabrücke. Nachdem der eingestürzte Teil der Brücke beseitigt worden war, musste auch der Rest kontrolliert zum Einsturz gebracht werden. Tragende Spannglieder wurden freigelegt und anschließend durchtrennt. Bei dieser anspruchsvollen Aufgabe setzte EAG-Berthold auf den Sennebogen 870E Demolition.

Seit über 25 Jahren produziert Cemex Colombia Zement, Beton und weitere Baustoffe für die Bauindustrie. Um den Energiebedarf der Zementöfen nachhaltiger zu decken, nutzt das Unternehmen aufbereitete Gewerbe- und Industrieabfälle, Altreifen, Matratzen und andere hochkalorische Materialien als alternative Brennstoffe. Diese Fraktionen besitzen einen hohen Heizwert und sind ideal geeignet, um fossile Brennstoffe wie Kohle zu ersetzen. Mit Hilfe industrieller Zerkleinerer entstehen EBS mit definierten kalorischen Werten, die exakt auf die thermischen Prozesse in Hauptbrenner und Kalzinator abgestimmt sind. Das reduziert nicht nur Energiekosten, sondern auch CO₂-Emissionen erheblich.

Der globale Ressourcenverbrauch und die Endlichkeit von Ressourcen zwingen zu einem Umdenken hin zur Circular Economy, um ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit zu erreichen. Die derzeitige Linearwirtschaft verursacht enorme Abfallmengen und schädigt das Ökosystem. Die Circular Economy nutzt Produkte durch Produktservicesysteme effizienter, verlängert deren Lebensdauer und schließt Kreisläufe durch die konsequente Wiederverwendung von Produkten, Komponenten oder Materialien. Damit werden Ressourcen eingespart und CO2-Emissionen reduziert. Die Digitalisierung unterstützt diese Transformation. Digitale Zwillinge, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren, und digitale Produktpässe, die in Produktservicesysteme und Recyclingprozesse integriert sind, tragen zur Entwicklung einer Digitized Circular Economy bei.

Die Lösung will Recyclingbetriebe bei der Einhaltung der Anforderungen der Ersatzbaustoffverordnung (EBV) unterstützen und die Herstellung hochwertiger rezyklierter Gesteinskörnungen für Beton ermöglichen.