Michael Brunn
Chefredakteur

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Der Recycling-Award wird bereits zum sechsten Mal vom bvse- gemeinsam mit der Unternehmensgruppe „Die Grünen Engel - Aufbereitungszentrum Nürnberg" vergeben.

Mit der Krefelder Anlage führt Accurec erstmals eine alternative Prozesskette im industriellen Maßstab ein, die Lithium aus verschiedenen Typen von Lithiumbatterien zurückgewinnen kann. Das thermochemische Verfahren überführt die kritischen Rohstoffe in eine gut trennbare Form und ermöglicht deren Extraktion. Der firmeneigene CLIMA-Prozess (Critical Raw Materials Recovery from Li-Battery Waste Management) erreicht hohe Ausbeuten und Qualitäten von über 99 %.

Parallel steigt der Bedarf an Schadstoffsicherheit im Bauschutt sowie an hochwertigen Recyclingverfahren für mineralische Baustoffe. Eine zuverlässige Asbestanalytik ist dafür grundlegend.

Der 37. Leistungsnachweis der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) zeigt, dass viele Anlagen bereits heute die verschärften Anforderungen der novellierten EU-Kommunalabwasserrichtlinie erreichen. Gleichzeitig weist die Auswertung auf spezifischen Anpassungsbedarf hin, insbesondere bei Anlagen mit hohen Stickstofffrachten im Zulauf.

Kern des neuen Sortiermoduls ist ein Hyperspectral-Imaging-(HSI)-System der jüngsten Generation, das Bilddaten mit hoher Detailtiefe liefert und zusätzliche Informationen zu Materialeigenschaften bereitstellt.

Österreich braucht Ressourcen, die Abfallwirtschaft kann sie dank Recycling liefern. Aber sie tut sich schwer damit, denn seit Jahren kämpft die Branche mit zahlreichen Gesetzen und Bestimmungen, die Effizienz und Innovation verhindern. Statt Investitionen in Recyclinganlagen wachsen die Dokumentationspflichten und bürokratischen Hürden. Ein konkretes Beispiel: Der verpflichtende Abfalltransport auf Schiene und die damit verbundenen aufwendigen Abfragen auf der Online-Plattform „Auf Schiene". Zuletzt hat auch das Umweltministerium in seinem aktuellen Evaluierungsbericht eine Abschwächung der Regelung ab 2026 empfohlen. Gabriele Jüly, Präsidentin des Verbands Österreichischer Abfallbetriebe (VOEB): „Was in der Theorie absolut Sinn macht, ist in der Praxis nicht umsetzbar. Dieses Gesetz verursacht vielmehr einen enormen Zeit- und Verwaltungsaufwand für unsere Betriebe und schafft einen eindeutigen Wettbewerbsnachteil von Abfall gegenüber primären Rohstoffen. Die Maßnahme trägt laut Evaluierung nachweislich nicht zum Umweltschutz bei - behindert jedoch das Recycling." Eine praxistaugliche Alternative sei notwendig.

Durch einen zusätzlichen Abbau zwischengelagerter Hochofenschlacken standen insgesamt rund 38 Millionen Tonnen Eisenhüttenschlacken zur Verfügung. Davon kamen 35 Millionen Tonnen oder 92 Prozent als Baustoffe und Düngemittel sowie in anderen Anwendungen zum Einsatz. Damit konnte europaweit der Abbau von 40 Millionen Tonnen Naturgestein und die Emission von 11,4 Millionen Tonnen CO2 vermieden werden. Im Zeitraum von 2000 bis 2024 sind es insgesamt 1,21 Milliarden Tonnen Naturgestein und 319 Millionen Tonnen CO2.
Forschende des Wuppertal Instituts legen nun ihre Analyse zu den Konferenz-Ergebnissen vor und verdeutlichen: Es brauche nun vor allem eine starke Koalition der Willigen, die sowohl innerhalb als auch jenseits der UN-Klimaverhandlungen verbindliche Schritte für den globalen Ausstieg aus Fossilen vorantreibt.

Durch die Nutzung erneuerbarer biologischer Ressourcen von Land und Meer und die Bereitstellung von Alternativen zu kritischen Rohstoffen wird die EU auf dem Weg zu einer stärker kreislauforientierten und dekarbonisierten Wirtschaft voranschreiten und die Abhängigkeit von fossilen Einfuhren verringern können.
In Deutschland fallen jährlich über eine halbe Million Tonnen Altreifen an. Doch jüngst veröffentlichten Zahlen des Wirtschaftsverbands der deutschen Kautschukindustrie (wdk) entgehen davon rund 100.000 Tonnen dem heimischen Recyclingsystem.