VOEB: Startschuss für Bürokratieabbau in der Abfallwirtschaft
Österreich braucht Ressourcen, die Abfallwirtschaft kann sie dank Recycling liefern. Aber sie tut sich schwer damit, denn seit Jahren kämpft die Branche mit zahlreichen Gesetzen und Bestimmungen, die Effizienz und Innovation verhindern. Statt Investitionen in Recyclinganlagen wachsen die Dokumentationspflichten und bürokratischen Hürden. Ein konkretes Beispiel: Der verpflichtende Abfalltransport auf Schiene und die damit verbundenen aufwendigen Abfragen auf der Online-Plattform „Auf Schiene". Zuletzt hat auch das Umweltministerium in seinem aktuellen Evaluierungsbericht eine Abschwächung der Regelung ab 2026 empfohlen. Gabriele Jüly, Präsidentin des Verbands Österreichischer Abfallbetriebe (VOEB): „Was in der Theorie absolut Sinn macht, ist in der Praxis nicht umsetzbar. Dieses Gesetz verursacht vielmehr einen enormen Zeit- und Verwaltungsaufwand für unsere Betriebe und schafft einen eindeutigen Wettbewerbsnachteil von Abfall gegenüber primären Rohstoffen. Die Maßnahme trägt laut Evaluierung nachweislich nicht zum Umweltschutz bei - behindert jedoch das Recycling." Eine praxistaugliche Alternative sei notwendig.