Michael Brunn
Editor-in-Chief

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Für einen erfolgreichen Markthochlauf braucht es nun weitere Weichenstellungen: Entscheidend sind der zügige Aufbau einer leistungsfähigen Transport- und Speicherinfrastruktur, langfristig stabile Investitionsbedingungen, die vollständige Anerkennung von Carbon Management - einschließlich technischer Negativemissionen - in allen relevanten nationalen und europäischen Gesetzen sowie die Finalisierung der deutschen Carbon Management Strategie und der Langfriststrategie Negativemissionen. Nur gemeinsam ermöglichen diese Schritte die dringend notwendige Planungs- und Investitionssicherheit.

Mit der Gesetzesänderung sollen vor allem die Entsorgung und Rücknahme elektronischer Geräte besser geregelt und EU-Recht umgesetzt werden. Dafür werden die Hersteller stärker in die Verantwortung genommen, zum Beispiel bei der Recyclingpflicht, der Nutzung von sekundären Rohstoffen und der Langlebigkeit von Elektrogeräten. Zudem sollen Sammel- und Rücknahmesysteme durch ein Logo vereinheitlicht und leichter zugänglich gemacht werden. Geschäfte, die Einweg-E-Zigaretten vertreiben, müssen zukünftig eine Sammelstation für gebrauchte Geräte einrichten und diese verpflichtend zurücknehmen. An kommunalen Sammelstellen sollen Mitarbeitende und nicht die Verbraucher selbst Elektroschrott und Batterien sortieren, um Brandrisiken zu verringern.

Für das laufende Jahr 2025 rechnen die Hersteller von Bergbau- und Aufbereitungstechnik am Produktionsstandort Deutschland mit einem nominalen Umsatzplus von drei Prozent. Der Auftragseingang von plus zwei Prozent in den ersten drei Quartalen 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutet angesichts globaler Unsicherheiten für das Jahr 2026 zunächst auf ein Nullwachstum hin. „Immerhin wird das aktuelle Niveau gehalten", heißt es aus der Branche.
„Wichtig ist jetzt, dass die Bundesregierung den Begünstigtenkreis sachgerecht fasst und die Kreislaufwirtschaft ausdrücklich entlastet. Unsere Unternehmen sichern mit energieintensiven Sortier-, Aufbereitungs- und Schmelzprozessen unverzichtbare Recyclingrohstoffe für die industrielle Wertschöpfung in Deutschland. Sie tragen erheblich zur CO₂-Minderung und Ressourcenschonung bei. Diese systemrelevanten Leistungen benötigen verlässliche und faire Energiekosten - sonst geraten Investitionen und Modernisierung weiter unter Druck. Leider bleibt die Bundesregierung bislang inkonsequent: Die deutliche Senkung der Stromsteuer, wie sie der Bundesrat zuletzt gefordert hat, wäre ein weiteres wichtiges Signal. Und auch der Mittelstand darf nicht vergessen werden. Er trägt mit seinen Prozessen entscheidend zur Kreislaufwirtschaft und damit zum Klimaschutz bei. Die in den Eckpunkten vorgesehenen Anforderungen an Effizienz und Dekarbonisierung gehen in die richtige Richtung. Viele unserer Mitgliedsunternehmen investieren bereits in moderne, stromsparende Anlagen, Eigenerzeugung erneuerbarer Energien und flexible Steuerung. Jetzt braucht es klare und faire Rahmenbedingungen, damit Wertschöpfung, Recyclingkapazitäten und Klimaschutz in Deutschland dauerhaft gesichert bleiben."

Es sieht auch eine weitere Anhebung der Recyclingquoten für Kunststoffe, die die dualen Systeme erfüllen müssen, vor: „Es ist vorgesehen, dass bis 2028 im Mittel 63, ab 2028 bereits 75 und ab 2030 sogar 80 Prozent der Kunststoffabfälle der Verwertung zugeführt werden müssen", so kunststoffland NRW-Geschäftsführer Ron Brinitzer, „das Neue dabei ist, dass diese Vorgaben ab 2028 nicht mehr ausschließlich über das werkstoffliche Recycling erbracht werden müssen, so dass auch Verwertungsverfahren des chemischen Recyclings auf die Quotenvorgaben angerechnet werden können. Das begrüßen wir ausdrücklich!"
Die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) setzt ab 2030 verbindliche Recyclingquoten für Kunststoffverpackungen. Bis dahin droht jedoch ein massiver Verlust an Kapazitäten und Investitionen, da viele Markeninhaber ihre freiwilligen Zusagen zur Nutzung von Rezyklaten bereits aufgegeben haben.

Im Vergleich zu 2023 stieg die Zirkularitätsquote um 0,1 Prozentpunkte (pp), es ist jedoch der bisher höchste Anteil. Im Vergleich zu 2015 liegt die Rate um 1,0 pp höher.
Vecoplan legte schon mit dem Vecoplan Smart Center (VSC) als digitaler Steuerungsplattform den Grundstein, um Prozesse durch digitale Steuerungstechnik effizienter zu machen. Mit dem neuen Modul Vecoplan Intelligent Detect (VID) entwickelt das Unternehmen sein VSC nun weiter. Mittels intelligenter Schwingungssensorik wird das Risiko für Maschinenschäden aktiv um bis zu 60 Prozent reduziert.

Stephan Rau, technischer Geschäftsführer des wdk, vermutet, dass „diese und auch noch weit größere Mengen in Staaten außerhalb der EU exportiert wurden, um dort verbrannt oder für eine Pyrolyse unter desolaten Gesundheits- und Umweltbedingungen verwendet zu werden. Das weitere steigende Altreifenaufkommen verdeutlich aus Sicht von AZuR-Netzwerk-Koordinatorin Christina Guth „die Relevanz einer nachhaltigen, funktionierenden Reifen-Kreislaufwirtschaft."
Mit der Sicherstellung ihres Eigenkapitalanteils von rund 8,6 Mio. € hat Pyrum einen wichtigen Schritt zur vollständigen Projektfinanzierung erreicht. Ein weiterer großer Meilenstein ist der Abschluss eines langfristigen Ölabnahmevertrags über zehn Jahre für das im künftigen Werk produzierte Pyrolyseöl.