Michael Brunn
Editor-in-Chief

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Die Bemühungen der ITAD, auf Landes- und Bundesebene für Aufklärung zu sorgen, haben hier Früchte getragen. Bereits Anfang Juli hatte ITAD in einer Stellungnahme deutlich gemacht, dass Anpassungen zur Vermeidung unnötiger Bürokratie notwendig sind. Denn: „Die ITAD-Anlagen sind bereits zu 90 % sogenannte KRITIS-Anlagen und damit der Regulatorik für kritische Infrastruktur im Bereich der IT-Sicherheit hinsichtlich ihrer kritischen Dienstleistung, nämlich der Entsorgung von Siedlungsabfällen, unterworfen. Sie erfüllen demnach ohnehin schon sehr hohe Anforderungen an ihre IT-Sicherheit. Hinzu kommen für die KRITIS-Anlagen nun die Anforderungen aus der NIS2-Umsetzung an die allgemeine IT-Sicherheit. Die Doppelregulierung hätte keinen Mehrwert, sondern nur weitere Bürokratie mit sich gebracht," erklärt Dr. Bastian Wens, Geschäftsführer der ITAD.

Der Fonds unterstützt die vom Klimawandel stark betroffenen Gemeinschaften weltweit bei konkreten und innovativen Anpassungsmaßnahmen. Deutschland ist größter Geber für dieses zentrale multilaterale Finanzierungsinstrument zur Klimaanpassung und unterstützt den Fonds seit seiner Gründung aktiv.

„Kreislaufwirtschaft ist der Schlüssel, um unsere Wirtschaft in Zeiten von Unsicherheit und Wandel resilient zu machen", sagt NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur in ihrer Eröffnungsrede zum Circular Valley Forum 2025. „Nur durch Innovation, Mut und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg können wir die notwendigen Veränderungen anstoßen." Diese Zusammenarbeit war mit „Action across Borders and Industries" auch das Motto, unter dem das Forum in diesem Jahr stand.

Nicht zuletzt aufgrund der gesetzlichen Regelungen nimmt laut der Studie „Zukunft der Verpackung 2030 - eine empirische Analyse von Entscheidern zum Trend Paperisation" der Trend zur Substitution von Kunststoffverpackungen durch faserbasierte Lösungen - die sogenannte Paperisation - zu. Die Studie, die von der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Kooperation mit Heidelberger Druckmaschinen erstellt wurde, hat untersucht, wie sich dementsprechend der Verpackungsmarkt aus Sicht von Herstellern und Einzelhändlern entwickeln wird. Vor allem sollte ermittelt werden, welche Rolle faserbasierte Verpackungen 2030 einnehmen werden.

Die Europäische Union hat sich mit dem Green Deal ehrgeizige Ziele gesetzt: Ein zentrales Instrument zur Erreichung dieser Ziele ist die EU-Taxonomie, ein Klassifizierungssystem für nachhaltige wirtschaftliche Aktivitäten. Ab 2025 gilt die Regulierung umfassend für alle Unternehmen, die unter die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) fallen und rückt damit noch stärker in den Fokus der Finanz- und Realwirtschaft. Die Umsetzung ist jedoch komplex. Unterschiedliche methodische Ansätze, lückenhafte Daten und fortlaufende Anpassungen durch FAQs und Gesetzesänderungen erschweren eine einheitliche und vergleichbare Berichterstattung. Gleichzeitig bleibt die zentrale Herausforderung bestehen: Die Taxonomie soll nicht nur regulatorische Transparenz schaffen, sondern auch Kapitalströme in nachhaltige Aktivitäten lenken und so die Transformation der Wirtschaft unterstützen. Vor diesem Hintergrund analysiert die aktuelle PwC-Studie zur EU-Taxonomie 2025 die Berichte von Finanzinstituten in ganz Europa und zeigt zentrale Entwicklungen, Fortschritte und Stolpersteine. Sie verdeutlicht, wo die Regulierung bereits Wirkung entfaltet und wo noch Nachbesserungsbedarf besteht, damit die Taxonomie ihr eigentliches Ziel erreicht.

Die europäische Abfallpolitik hat mit Deponierungsverboten und -steuern zwar Erfolge erzielt, jedoch meist nur zu einer Verlagerung der Abfälle in die Verbrennung geführt. Damit sinken zwar Deponiemengen, nicht aber das gesamte Restabfallaufkommen. Daher ist ein wirksamerer Ansatz zur Reduzierung der Restabfälle erforderlich. Zero Waste Europe schlägt mit Blick auf das geplante Kreislaufwirtschaftsgesetz ein Cap-and-Trade-System für Restabfälle analog zum Emissionshandel vor.

Die aktuellen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen werden von der sogenannten Polykrise geprägt. Daher sei in besonderem Maße politische Handlungskompetenz zur Stärkung der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Resilienz gefragt. Der Bericht „Politische Handlungskompetenz - Klimaschutz in Zeiten der Polykrise" des Umweltbundesamts hat untersucht, welche Trends die Anforderungen und Möglichkeiten der politischen Handlungskompetenz verändern und wie sie sich auf den Klimaschutz auswirken. Der Bericht wurde im Rahmen des Projekts Klimascan erstellt.

Die europäische Transformation zu einer grünen und digitalen Wirtschaft hängt von einer sicheren und stabilen Versorgung mit Rohstoffen ab. Dabei spielen Sekundärrohstoffe eine wichtige Rolle. Welches Potenzial sich dafür aus Elektroaltgeräten ergibt, hat das Futuram-Projekt untersucht und erste Ergebnisse in dem Bericht „2050 Critical Raw Materials Outlook for Waste Electrical and Electronic Equipment in the European Union plus Iceland, Norway, Switzerland and United Kingdom" veröffentlicht.

Kupfer ist eines der wichtigsten Industriemetalle unserer Zeit. Es wird weltweit in großen Mengen benötigt und ist aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften in Energie, Bauwesen, Transport und Hochtechnologie unverzichtbar. Ein vollständiger Ersatz ist kaum möglich, weshalb die Nachfrage mit zunehmender Bevölkerung und wirtschaftlichem Wachstum weiter steigt. Gleichzeitig verschärfen sich die Herausforderungen: Die Produktion konzentriert sich auf wenige Länder, die Erzgehalte sinken kontinuierlich, und damit steigen Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß. Zudem liegen die Recyclingquoten vieler Staaten deutlich unter ihrem Potenzial. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Recycling an zentraler Bedeutung. Es kann die geologischen Reserven entlasten, den Energiebedarf um bis zu 80 Prozent senken und wesentlich zur Emissionsminderung beitragen. Die Studie „Examining the influence of copper recycling on prospective resource supply and carbon emission reduction" chinesischer Wissenschaftler hat untersucht, wie tragfähig die Kupferversorgung bis 2100 sein kann. Im Mittelpunkt stehen Szenarien, die Ressourcensituation und Emissionen sowohl global als auch regional erfassen. Die Studie wurde in „Fundamental Research" veröffentlicht.

Megastädte machen etwa 13 Prozent des weltweiten Abfalls aus und stehen daher im Zentrum ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Probleme. Angesichts der wachsenden Urbanisierung und der Nachfrage der Verbraucher werden herkömmliche Entsorgungswege wie Deponien oder Verbrennung in Zukunft nicht mehr ausreichen. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft bietet jedoch einen Ausweg. Insbesondere das chemische Recycling ermöglicht es, kohlenstoffhaltige Abfälle in recycelbare Materialien für die chemische Industrie zu recyceln. Neben technologischen und ökologischen Problemen gibt es jedoch auch soziale Herausforderungen. Die Studie "Waste-to-Products" zur nachhaltigen Transformation von Megastädten: Fallanalyse der Auswirkungen öffentlicher Bekanntheit und Wahrnehmung auf den Einsatz chemischer Recyclings in Singapur, durchgeführt von Wissenschaftlern aus Deutschland und Singapur, zeigt, dass technische, politische und soziale Faktoren zusammenarbeiten müssen, um den Übergang von einer "Abfall-zu-Energie"- zu einer "Abfall-zu-Produkte"-Strategie zu ermöglichen.