Michael Brunn
Editor-in-Chief

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Nun wurde das Engagement erneut gewürdigt: Die Drekopf Recyclingzentrum Leipzig GmbH erhielt von der bvse-Entsorgergemeinschaft die Ehrenurkunde „25 Jahre Entsorgungsfachbetrieb".

Nach einem moderaten, konjunkturell bedingten Rückgang im Jahr 2023 sind die Zahlen erstmals wieder leicht angestiegen und erreichen in etwa das Niveau des Jahres 2022. Die Recyclingmenge für PVC-Altfenster und artverwandte Produkte in Deutschland erhöhte sich gegenüber 2023 um ca. 2,5 Prozent. Dokumentiert wurde für das Rewindo-System über Recovinyl (Database RecoTrace) im Vergleich zum Vorjahr ein Anstieg um 1.109 Tonnen auf 44.109 Tonnen (Post Consumer). An Produktions- und Verarbeitungsabfällen gelangten 86.973 Tonnen ins werkstoffliche Recycling. Die Recyclingquote für PVC-Altfenster erreichte einen Spitzenwert von 87 Prozent der erfassbaren und verfügbaren Menge. Zugleich ist der Wiedereinsatz der Rezyklate bei den Rewindo-Gesellschaftern weiter gestiegen.

Die Akkreditierung durch die DAkkS stellt sicher, dass PlastCert als Zertifizierungsstelle höchste Standards in Kompetenz und Unparteilichkeit erfüllt. Sie fördert die kontinuierliche Qualitätssicherung und Verbesserung der Zertifizierungsprozesse. Das stärkt das Vertrauen in die Zertifizierungen durch PlastCert für die Produkte der zertifizierten Unternehmen und Käufer der zertifizierten Produkte.

Die Stimmung im vollbelegten Messegelände war jedoch an allen Messetagen hervorragend. Die Kunststoff- und Kautschukindustrie zeigte sich innovativer, internationaler und entschlossener denn je, den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit, Digitalisierung und gesellschaftlicher Verantwortung aktiv zu gestalten.

Um für Kunden in Zukunft Ersatzteile schneller und effizienter - auch automatisiert - bereitzustellen und die Lieferfähigkeit weiter zu verbessern, investiert Zeppelin in seine Logistik-Strategie. Gebaut wird ein neues Logistik-Verteilzentrum auf einer Fläche von rund 52 000 Quadratmetern. Flankiert von zwei Cat Kettenbaggern 326 erfolgte der symbolische Spatenstich für LOG25. Der Rohbau soll im Dezember fertig sein. 2027 soll die Kommissionierung erfolgen.

Beiträge aus dem BMUKN und der zuständigen LAGA AG zur Phosphorrückgewinnung machten noch einmal deutlich, dass am Stichtag der Phosphorrückgewinnung 2029 kein Weg vorbeiführt und die Kommunen gemeinsam mit den Verfahrensgebern Lösungen vorantreiben müssen. Ein Ziel, das die DPP ausdrücklich teilt: Seit 2015 engagiert sich der Verein für eine rasche, zielgerichtete Umsetzung eines sowohl umweltverträglichen, als auch ökonomisch sinnvollen Phosphorrecyclings. Dazu gehört auch, dass eine rasche Umsetzung der Rückgewinnungsverordnung nur dann gelingt, wenn anstatt vor hohen bürokratischen Hürden zu warnen, diese angepackt und abgebaut werden, um das Ziel 2029 zu erreichen.

Der weltweite Kunststoffverbrauch überschritt 2022 erstmals 400 Millionen Tonnen. In der EU liegt er bei rund 100 Kilogramm pro Kopf und könnte sich bis 2060 verdoppeln. Produktion und Verarbeitung tragen wesentlich zu Treibhausgasemissionen bei, während Fehlbewirtschaftung und Verluste Millionen Tonnen Makro- und Mikroplastik in die Umwelt freisetzen. Die EU hat mit dem Green Deal, der Kunststoffstrategie und der Einwegplastik-Richtlinie wichtige Weichen gestellt. Dennoch bleibt die Recyclingquote mit rund 20 Prozent niedrig, und chemisches Recycling oder bio-basierte Kunststoffe spielen bislang nur eine Nebenrolle. Vor diesem Hintergrund untersucht die Studie „Plastics materials flows in the EU-27 and their environmental impacts" des Joint Research Centres die Kunststoffströme in der EU-27 für das Jahr 2022. Das Ziel ist, Handlungsfelder für eine zirkuläre Kunststoffwirtschaft aufzuzeigen.

Die Studie „Global Plastics Flow 2023" von Conversio Market & Strategy im Auftrag von BKV, GKV, VDMA, Wir sind Kunststoff und Messe Düsseldorf zeigt, dass weltweit das Bewusstsein und die Initiativen für die umweltgerechte Behandlung von Kunststoffabfällen sowie für deren Kreislaufwirtschaft steigen, die Fortschritte aber noch nicht in zufriedenstellender Relation zur steigenden Kunststoffproduktion stehen.

Plastik ist praktisch, billig und überall, doch der Preis für Umwelt und Gesundheit ist hoch. Weltweit häufen sich Plastikabfälle in Böden, Flüssen und Meeren, wo sie sich nur sehr langsam zersetzen und als Mikroplastik in die Nahrungskette gelangen. Die Suche nach Alternativen ist deshalb dringender denn je. Biologisch abbaubare Kunststoffe gelten als Hoffnungsträger. Doch die Wirklichkeit ist komplizierter: Viele Materialien bauen sich nur in speziellen Kompostieranlagen ab, ihre Herstellung ist teurer, und die notwendige Infrastruktur fehlt häufig noch. Der Bericht „Exploring the pathways to sustainability: A comprehensive review of biodegradable plastics in the circular economy" von Wissenschaftlern aus China und Pakistan zeigt, wie Biokunststoffe in die Kreislaufwirtschaft eingebettet werden können, wo ihre Stärken liegen und welche Hürden noch zu überwinden sind. Der Bericht wurde in „Materials Today Sustainability" veröffentlicht.

Die heutige Wirtschaftsweise folgt überwiegend einem linearen Modell, das Ressourcen verbraucht und entsorgt. Die Kreislaufwirtschaft setzt dem ein Modell entgegen, das Materialien möglichst lange im Kreislauf hält. Ein Schlüssel hierfür sind Pfandsysteme, die durch monetäre Anreize die Rückgabe von Verpackungen fördern. Während sie in vielen europäischen Ländern etabliert sind, liegt der Fokus der Forschung meist auf Haushalten. Wenig untersucht ist dagegen die Rolle von Unternehmen, insbesondere im Horeca-Sektor, obwohl hier großes Potenzial zur Ressourcenschonung besteht. In der Praxis bleibt jedoch die Rückgabe von Pfandverpackungen oft aus. Erfolgreiches Recycling hängt daher sowohl vom Verhalten der Konsumierenden als auch vom Design der Sammelstrukturen ab. Vor diesem Hintergrund untersucht die Studie „Motivating recycling behaviour: The role of deposit return systems and collection point design" zweier niederländischer Wissenschaftlerinnen, wie Gäste in einer universitären Mensa durch Nudging, Prompting und durch das Design nachhaltiger Sammelstellen zu korrektem Recycling motiviert werden können. Die Studie wurde in „Cleaner Waste Systems" veröffentlicht.