Michael Brunn
Editor-in-Chief

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Mit der aktualisierten Gesetzgebung werden verbindliche Ziele zur Reduzierung von Lebensmittelabfällen eingeführt, die bis zum 31. Dezember 2030 auf nationaler Ebene erreicht werden müssen: 10 % aus Lebensmittelverarbeitung und -herstellung sowie 30 % pro Kopf aus Einzelhandel, Restaurants, Gastronomie und Haushalten. Diese Ziele werden im Vergleich zu der zwischen 2021 und 2023 durchschnittlich pro Jahr anfallenden Menge berechnet.
Der Text, angenommen mit 431 Ja-, 145 Nein-Stimmen und 76 Enthaltungen, zielt darauf ab, den Übergang des Automobilsektors zur Kreislaufwirtschaft zu fördern, indem die mit der Herstellung und der Behandlung von Altfahrzeugen verbundenen Umweltauswirkungen verringert und die Nachhaltigkeit der Automobilrecyclingindustrie in Europa gestärkt werden.

Die Transformation kostet Geld. Wie viel, lässt sich nicht ganz sicher sagen. Derzeit ist auf jeden Fall schon absehbar, dass nicht genug investiert wird. Der Bericht „Financing the green transition" des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung und der Universität Witten/Herdecke erklärt, warum das so ist und wie man es ändern kann.

Mehr als die Hälfte der globalen Treibhausgasemissionen und rund 90 Prozent des landnutzungsbedingten Biodiversitätsverlustes lassen sich auf die Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen zurückführen. Dennoch wächst der globale Materialverbrauch ungebremst.

Die Transformation hin zu einer kreislauforientierten Wirtschaft gilt als zentraler Baustein zur Bewältigung ökologischer Herausforderungen wie Ressourcenverknappung, Umweltverschmutzung und Klimawandel. Doch während auf politischer und wirtschaftlicher Ebene zunehmend Strategien zur Förderung der Kreislaufwirtschaft entwickelt werden, bleibt der öffentliche Diskurs vielfach fragmentiert - geprägt von Wissenslücken, unterschiedlichen Zugängen und teils unklaren Botschaften. Vor diesem Hintergrund kommt der öffentlichen Kommunikation und der Einbindung von Bürger*innen eine Schlüsselrolle zu. Denn die gesellschaftliche Akzeptanz und das alltägliche Verhalten der Menschen sind maßgeblich für das Gelingen einer kreislauforientierten Transformation. Der „Circular Economy 2025 Key Insights Report", herausgegeben vom Rediscovery Centre in Zusammenarbeit mit dem irischen Umweltministerium, will hierzu eine Grundlage liefern.

Noch für dieses Jahr hat Umweltminister Carsten Schneider ein Maßnahmenprogramm angekündigt, mit dem die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie praktisch umgesetzt werden soll. BDE und VBS haben nun ihrerseits ein „Sofortprogramm Kreislaufwirtschaft" vorgelegt, in dem die derzeit wichtigsten Anliegen der Branche zusammengefasst werden.

Eine gesellschaftliche Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit scheint unvermeidlich. Damit diese aber wirklich erfolgreich ist, muss sie auch soziale Aspekte berücksichtigen. In der Studie „Eckpunkte einer sozialen Umwelt- und Klimapolitik" haben das Öko-Institut, das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft und das Institut für sozial-ökologische Forschung im Auftrag des Bundesumweltamts untersucht, wie die Integration von Umwelt- und Sozialpolitik gelingen kann.

Das Recycling von Kunststoffen ist ein Schlüsselfaktor für die Transformation zu einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Chinesische Wissenschaftler geben in dem Artikel „A systematic review of plastic recycling: technology, environmental impact and economic evaluation" einen Überblick über die technologischen Fortschritte der letzten zehn Jahre, bewerten die Umweltwirkungen auf Basis aktueller Lebenszyklusanalysen und untersuchen die ökonomische Tragfähigkeit verschiedener Recyclingmethoden. Der Artikel ist in „Waste Management & Research" erschienen.

Kunststoffe gehören zu den am weitesten verbreiteten Materialien. Ihre Vielseitigkeit und Beständigkeit machen sie zu einem integralen Bestandteil vieler Industriezweige. Allerdings stellen diese Eigenschaften gleichzeitig ein ernsthaftes Umweltproblem dar. Das Europäische Patentamt (EPA) hat die Innovationsentwicklung in der Kunststoffabfallwirtschaft über einen Zeitraum von fünf Jahrzehnten auf der Basis internationaler Patentfamilien (IPFs) untersucht. Dabei zeigt sich, dass die Innovationen in der Kunststoffabfallwirtschaft erheblich zunehmen und eine bemerkenswerte Dynamik im Vergleich zu anderen Technologiebereichen aufweisen.

Der Klimawandel ist ein klassisches Problem öffentlicher Güter: Die Kosten der Emissionsminderung fallen lokal an, der Nutzen verteilt sich global. Diese Asymmetrie erschwert internationale Kooperation und begünstigt das Festhalten an fossilen Energieträgern, die vielerorts durch explizite und implizite Subventionen gestützt werden. 2022 beliefen sich diese Subventionen weltweit auf rund 7 Billionen US-Dollar, wovon 82 Prozent auf implizite Komponenten entfielen. Ihre Abschaffung gilt als Schlüsselmaßnahme, um ökonomische, gesundheitliche und klimapolitische Ziele zu verbinden, bleibt jedoch politisch umstritten. Das Diskussionspapier „The Welfare Effects of Explicit and Implicit Subsidies on Fossil Fuels" des ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung untersucht mit einem multi-regionalen, multi-sektoralen allgemeinen Gleichgewichtsmodell die Wohlfahrtseffekte der Abschaffung solcher Subventionen und der Einführung lokaler Pigou-Preise, die die externen Effekte internalisieren.