Licht und Schatten beim neuen Verpackungsgesetz
So wird die Herstellerverantwortung deutlich ausgeweitet, eine neue Organisation für Reduzierung- und Präventionsmaßnahmen vorgesehen und es werden neue Recyclingziele vorgegeben.
So wird die Herstellerverantwortung deutlich ausgeweitet, eine neue Organisation für Reduzierung- und Präventionsmaßnahmen vorgesehen und es werden neue Recyclingziele vorgegeben.
Die Verkäufer von Auris Noble behalten Minderheitsbeteiligungen und werden weiterhin das Tagesgeschäft leiten.
Der durchschnittliche Anlagendurchsatz lag in 2024 mit rund 281.000 t/Jahr etwas höher als 2023. Auch die Zahl der Mitarbeitenden erhöhte sich, auf mittlerweile 7.500 Mitarbeitende.
Der Entwurf sieht überdies höhere Recyclingquoten vor. Und Hersteller gewerblicher Verpackungen sowie Organisationen, die gewerbliche Verpackungen entsorgen, benötigen in Zukunft eine Zulassung.

Anja Siegesmund, Präsidentin des BDE, erklärt: „Das Verbot ist ein überfälliger Schritt zum Schutz von Jugendlichen und zur Entlastung der Entsorgungswirtschaft. Lachgas ist nicht nur gesundheitlich hochgefährlich, sondern stellt durch unsachgemäße Entsorgung auch ein erhebliches Risiko für Müllwerker und Abfallanlagen dar. Wir sehen täglich die Folgen: explodierende Kartuschen, beschädigte Fahrzeuge und gefährdete Mitarbeitende."
Die Analyse basiert auf den Ergebnissen des Allianz Green Transition Trackers, der 69 Länder anhand von fünf Indikatoren bewertet - Kohlenstoff- und Energieintensität, konsum- und gebietsbezogene Emissionen pro Kopf sowie dem Anteil kohlenstoffarmer Energie am Strommix. Der Tracker arbeitet mit zwei Bewertungsdimensionen: dem Peer Score, der den aktuellen Status der Dekarbonisierung zwischen den Ländern vergleicht, und dem Progress Score, der den Fortschritt jedes Landes im Verhältnis zum Ausgangsjahr 2015 und zum Netto- Null-Ziel 2050 misst.

Der Fonds unterstützt die vom Klimawandel stark betroffenen Gemeinschaften weltweit bei konkreten und innovativen Anpassungsmaßnahmen. Deutschland ist größter Geber für dieses zentrale multilaterale Finanzierungsinstrument zur Klimaanpassung und unterstützt den Fonds seit seiner Gründung aktiv.

Die europäische Abfallpolitik hat mit Deponierungsverboten und -steuern zwar Erfolge erzielt, jedoch meist nur zu einer Verlagerung der Abfälle in die Verbrennung geführt. Damit sinken zwar Deponiemengen, nicht aber das gesamte Restabfallaufkommen. Daher ist ein wirksamerer Ansatz zur Reduzierung der Restabfälle erforderlich. Zero Waste Europe schlägt mit Blick auf das geplante Kreislaufwirtschaftsgesetz ein Cap-and-Trade-System für Restabfälle analog zum Emissionshandel vor.

Kupfer ist eines der wichtigsten Industriemetalle unserer Zeit. Es wird weltweit in großen Mengen benötigt und ist aufgrund seiner einzigartigen Eigenschaften in Energie, Bauwesen, Transport und Hochtechnologie unverzichtbar. Ein vollständiger Ersatz ist kaum möglich, weshalb die Nachfrage mit zunehmender Bevölkerung und wirtschaftlichem Wachstum weiter steigt. Gleichzeitig verschärfen sich die Herausforderungen: Die Produktion konzentriert sich auf wenige Länder, die Erzgehalte sinken kontinuierlich, und damit steigen Energieverbrauch und CO₂-Ausstoß. Zudem liegen die Recyclingquoten vieler Staaten deutlich unter ihrem Potenzial. Vor diesem Hintergrund gewinnt das Recycling an zentraler Bedeutung. Es kann die geologischen Reserven entlasten, den Energiebedarf um bis zu 80 Prozent senken und wesentlich zur Emissionsminderung beitragen. Die Studie „Examining the influence of copper recycling on prospective resource supply and carbon emission reduction" chinesischer Wissenschaftler hat untersucht, wie tragfähig die Kupferversorgung bis 2100 sein kann. Im Mittelpunkt stehen Szenarien, die Ressourcensituation und Emissionen sowohl global als auch regional erfassen. Die Studie wurde in „Fundamental Research" veröffentlicht.

Die Umsetzung zirkulärer Prinzipien erfordert Zusammenarbeit über Unternehmensgrenzen hinweg - insbesondere für KMU, die oft nur begrenzte finanzielle und organisatorische Ressourcen zur Mobilisierung haben. Eine rein unternehmenszentrierte Sicht auf zirkuläre Geschäftsmodelle bleibt nicht ausreichen, weil sie die Abhängigkeiten von Partnern, Infrastrukturen und Vorschriften ignoriert. Eine Ökosystemperspektive hingegen berücksichtigt Rollen, Beziehungen, Material- und Datenflüsse sowie Governance-Mechanismen und eröffnet so realistische Wege zu Wirkung und Skalierung. Die Studie "SMEs in the Circular Economy: Four Ecosystem Strategies for Circular Business Models" von schwedischen und finnischen Wissenschaftlern verknüpft diese Perspektive mit einem Entscheidungsraster: Wenn Sie Ihre Rolle im Ökosystem und dessen Reifegrad kennen, können Sie eine geeignete Strategie auswählen und sie konsequent umsetzen. Ziel ist es, diese Logik verständlich zu machen und in handlungsorientierte Empfehlungen für die Praxis der Kreislaufwirtschaft umzusetzen. Die Studie wurde in der Zeitschrift "Organization & Environment" veröffentlicht.

Metallrecycling ist zentral für die Dekarbonisierung der Industrie, insbesondere der Stahlproduktion. Da der Wandel hin zu elektrischen Stahlwerken fortschreitet, wird erwartet, dass Schrott den Großteil der Rohstoffnachfrage deckt. Im Vereinigten Königreich, wo ab 2025 die gesamte Stahlproduktion auf Schrott basieren soll, wird recycelter Stahl zunehmend als strategische Ressource betrachtet. In diesem Zusammenhang gewinnen politische Forderungen nach Exportbeschränkungen an Bedeutung. Obwohl sie darauf abzielen, die heimische Versorgung zu sichern, würden solche Maßnahmen eine Branche gefährden, die derzeit 70-80 Prozent ihrer Produkte im Ausland verkauft. Die Studie "Bewertung der Auswirkungen potenzieller Einschränkungen auf den britischen Export von recycelten Metallen - eine evidenzbasierte Bewertung für die British Metals Recycling Association", durchgeführt von der Sheffield Hallam University für die British Metals Recycling Association (BMRA), untersuchte die möglichen Folgen solcher Beschränkungen. Sie kombiniert wirtschaftliche Modellierung mit Umfragen unter Unternehmen, um die Gesamtwirkungen auf Wertschöpfung und Beschäftigung zu beleuchten sowie die Perspektiven der verschiedenen beteiligten Unternehmen darzustellen. Ziel ist es, eine evidenzbasierte Grundlage für Diskussionen über die Rolle des Recyclings bei der Transformation der britischen Stahlindustrie zu schaffen.

Seit 1950 ist die weltweite Produktion von Polymeren von 1,7 Millionen auf 348 Millionen Tonnen pro Jahr gestiegen. Diese Entwicklung ist auf die niedrigen Kosten und vielseitigen Eigenschaften von Kunststoffen zurückzuführen, hat aber zu erheblicher Umweltverschmutzung geführt. Internationale Initiativen konzentrieren sich zunehmend darauf, die Polymerproduktion und -verbrauch zu reduzieren sowie das Recycling zu fördern. Ziel der von chinesischen und britischen Wissenschaftlern durchgeführten Studie "Bewertung des Potenzials zur Reduzierung der globalen Nachfrage nach Polymeren" ist es daher, systematisch die globalen Materialflüsse von 14 Polymergruppen zu erfassen, Prognosen für Nachfrage und Abfallentwicklung bis zum Jahr 2100 zu entwickeln und das Potenzial zur Nachfrageminderung sowie mechanisches und chemisches Recycling zu quantifizieren. Die Studie wurde in "Resources, Conservation & Recycling" veröffentlicht.

Durch die Mobilitätstransformation kommt es zu einem deutlich steigenden Bedarf an Rohstoffen sowie zu Herausforderungen bei den global vernetzten Lieferketten für Batterien. Für die europäischen Hersteller ist vor allem die ausreichende Versorgung mit relevanten Schlüsselrohstoffen herausfordernd. Diese wächst noch durch die in der neuen EU-Batterieverordnung vorgesehenen Rezyklateinsatzquoten. Mit diesen Herausforderungen beschäftigt sich die Studie „Stoffkreisläufe für Antriebsbatterien - Rohstoffpotenziale des Batterierecyclings in der Automobilindustrie und Optionen zur Erfüllung der erweiterten Herstellerverantwortung in Europa", die das Öko-Institut im Auftrag von GRS und mit Unterstützung von Agora Verkehrswende durchgeführt hat.

Viele Bereiche der europäischen Industrie sind auf die Verfügbarkeit von Permanent-magneten angewiesen, die Seltene Erden enthalten. Diese sind aber nicht in Europa verfügbar, sondern stammen zu sehr großen Teilen aus China. Daher ist eine neue Strategie erforderlich. Wie die aussehen könnte, hat Circular Republic in dem Bericht „Closing the loop on rare earth magnets" ausgeführt.

Zwar ist seit 2015 die getrennte Sammlung von Bioabfällen in Deutschland für private Haushalte ver-pflichtend, aber nicht alle Kommunen haben dies auch tatsächlich angemessen umgesetzt. Dadurch und durch eine nicht konsequente Trennung in den Haushalten liegt der durchschnittliche Anteil an Bioabfäl-len in der Restmülltonne bei etwa 40 Prozent. Der NABU hat untersucht, welche Sammelsysteme zur getrennten Erfassung zum Einsatz kommen, welche Sammelmengen erreicht werden und wie hoch der Anschlussgrad an die Biotonne in Deutschland ist.

Die Bau- und Abbruchindustrie zählt weltweit zu den größten Abfallverursachern. Vor dem Hintergrund wachsender Anforderungen an Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaftrückt ein effizientes Abfallmanagement zunehmend in den Fokus. Konventionelle Sortierverfahren stoßen dabei an Grenzen: Sie sind personalintensiv, fehleranfällig undkostenaufwendig. Maschinelles Lernen (ML) in Verbindung mit Computer Vision und Robotik bietet hier neue Ansätze. Bislang fehlt jedoch empirische Evidenz, die die ökologischen und ökonomischen Vorteile von ML-basierten automatisierten Sortiersystemen systematisch mit konventionellen Verfahren vergleicht. Die Studie „Machine learning-based automated waste sorting in the construction industry: A comparative competitiveness case study" finnischer Wissenschaftler untersucht am Beispiel zweier finnischer Unternehmen, inwiefern MLAS sowohl in Bezug auf Recyclingquoten und Materialreinheit als auch auf die Kostenstruktur bessere Ergebnisse liefern kann. Die Studie wurde in „Waste management" veröffentlicht.

Anja Siegesmund, Geschäftsführende Präsidentin des BDE: „Europa braucht eine Kreislaufwirtschaft, die Ressourcen schützt, Unternehmen stärkt und das Klima entlastet."

Im Recyclingprozess zählt jedes Detail: von der Vorsortierung bis zur Partikelgröße. Wursi bereitet sortenreine Kunststoffreste zunächst manuell auf und führt sie über ein Förderband in die beiden Weima-Zerkleinerer ein. Dort wird das Material zerkleinert, je nach Siebkonfiguration zwischen 30 und 100 Millimetern.

Aus den Altbatterien gewinnt das Unternehmen hochwertige Rohstoffe zurück, die sich unter anderem in der Edelstahlproduktion einsetzen lassen. Dort können so bis zu 75 Prozent CO2-Emissionen eingespart werden. Das Vorhaben wird durch das Umweltinnovationsprogramm des Bundesumweltministeriums mit einer Förderung von mehr als 1,1 Millionen Euro unterstützt.

Trimetal wurde 2019 gegründet. Das Unternehmen ist auf die Verarbeitung und Rückgewinnung von Eisen- und Nichteisenmetallen aus komplexen Abfallströmen spezialisiert - darunter Ersatzbrennstoffe, Glas, Holz, Verbrennungsrückstände, Matratzenfedern oder Pulper-Seile.