Recyclinginitiative für reines Titan gestartet

Neue Recyclinginitiative ermöglicht die Rückgewinnung von reinem Titan aus Produktionsabfällen der Chlor-Alkali-Elektrolyse und stärkt die Kreislaufwirtschaft.

Recyclinginitiative für reines Titan gestartet

Bedeutung von Titan in Elektrolysezellen

In der Chlor-Alkali-Elektrolyse wird Titan auf der Anodenseite eingesetzt, um die Zellen vor korrosiven Einflüssen durch Chlor zu schützen. Die Materialanforderungen sind hoch, da nur Titan mit entsprechender Reinheit die notwendige Korrosionsbeständigkeit und Verarbeitbarkeit gewährleistet. Beim Einsatz von Titanschrott als Rohstoff für das Umschmelzen sind daher kontrollierte Aufbereitung und strenge Qualitätsprüfungen erforderlich, um Verunreinigungen auszuschließen.

Geschlossener Materialkreislauf am Standort Nobeoka

Die Partner führen Titanabfälle aus der Produktion von Elektrolysezellen am Standort Nobeoka in Japan in den Materialkreislauf zurück. Asahi Kasei steuert den Prozess und stellt die Rückverfolgbarkeit durch digitale Systeme sicher. Nippon Steel Trading übernimmt die Sammlung und Aufbereitung des Materials für den Umschmelzprozess. Ein Teil des aufbereiteten Titans wird anschließend von Nippon Steel wieder als Rohstoff für die Herstellung von reinem Titan eingesetzt.

Kooperation entlang der Wertschöpfungskette

Die Initiative verbindet Prozesskontrolle, Materialaufbereitung und metallurgische Weiterverarbeitung innerhalb einer abgestimmten Wertschöpfungskette. Die Unternehmen verfolgen das Ziel, die Recyclingquote von reinem Titan zu erhöhen und die Wiederverwertung von Metallen aus der Chlor-Alkali-Elektrolyse weiter auszubauen. Dabei knüpft das Vorhaben an bestehende Aktivitäten zur Rückgewinnung von Metallen aus industriellen Anwendungen an.

Beitrag zur Kreislaufwirtschaft in der Chemieindustrie

Das Reines Titan Recycling adressiert zentrale Anforderungen der Kreislaufwirtschaft, insbesondere die Rückführung hochwertiger Sekundärrohstoffe in industrielle Prozesse. Die Zusammenarbeit zeigt, wie sich durch koordinierte Prozesse entlang der Lieferkette Materialverluste reduzieren und Primärrohstoffe substituieren lassen.

Quelle: Asahi Kasei

Michael Brunn

Michael Brunn

Chefredakteur

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