Entsorgungsprozesse neu in Produktionsabläufe integriert

Während Materialflüsse in vielen Unternehmen bereits weitgehend automatisiert und optimiert sind, bleibt die Entsorgungslogistik häufig ein nachgelagerter und wenig integrierter Prozess. Verpackungsmaterialien wie Kartonagen oder Folien werden vielfach gesammelt, zwischengelagert und erst außerhalb des eigentlichen Workflows verdichtet. Dies führt zu erhöhtem Zeit- und Ressourcenaufwand.

Entsorgungsprozesse neu in Produktionsabläufe integriert

Integration statt Nebenprozess

Das Unternehmen stellt diesen Ansatz zur Diskussion und richtet den Fokus sowohl auf industrielle Materialerzeuger als auch auf Entsorgungsunternehmen. Ziel ist es, Entsorgungsprozesse unmittelbar in bestehende Abläufe zu integrieren. Dabei erfolgt die Verdichtung von Wertstoffen direkt am Entstehungsort. Durch die frühzeitige Verarbeitung zu transportoptimierten Ballen lassen sich Volumen reduzieren, interne Transportwege verkürzen und Flächen effizienter nutzen. Gleichzeitig entstehen strukturierte und besser planbare Abläufe.

Praxisbeispiel Ballenpresse

Ein Beispiel für diese Herangehensweise ist der JumboLoadBaler. Die halbautomatische Ballenpresse ermöglicht die Verdichtung von Kartonagen und Folien auch bei hohen Materialmengen ohne vorgeschaltete Zerkleinerung. Unterschiedliche Befülloptionen erlauben eine Anpassung an verschiedene betriebliche Anforderungen. Das Ergebnis sind Ballen mit hoher Dichte, die sowohl Transport als auch Vermarktung im Recycling unterstützen.

Systemlösungen für unterschiedliche Anforderungen

Strautmann Umwelttechnik verfolgt einen systemischen Ansatz, der auf unterschiedliche Materialien, Mengen und Prozessstrukturen ausgerichtet ist. Das Portfolio umfasst halb- und vollautomatische Ballenpressen, darunter JumboLoadBaler und AutoLoadBaler, sowie integrierte Systemlösungen. Ergänzt wird das Angebot durch Anwendungen wie den LiquiDrainer zur Entwässerung von Restflüssigkeiten.

Beitrag zur Prozessstabilität

Durch die Integration effizienter Entsorgungsprozesse in die Intralogistik lassen sich manuelle Aufwände reduzieren und Materialströme strukturieren. Dies trägt zu einer verbesserten Flächennutzung und zu stabileren, planbaren Abläufen bei. Entsorgung wird damit als Bestandteil des Materialflusses betrachtet und in bestehende Prozesse eingebunden.

Strautmann auf der IFAT

Halle B5, Stand 451

Quelle: Strautmann

Michael Brunn

Michael Brunn

Chefredakteur

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