

Die zukünftige Energieversorgung und die Digitalisierung werden die Nachfrage nach Rohstoffen drastisch erhöhen. Permanentmagnete aus seltenen Erdmetallen stehen im Mittelpunkt des Interesses. Der Krieg in der Ukraine hat die Notwendigkeit aufgezeigt, die Lieferketten für diese Magnete zu sichern. Aufgrund ihrer Eigenschaften sind Seltene-Erdmetall-Permanentmagnete Schlüsselkomponenten in vielen Technologien der Energiewende. Allerdings gehen ihre Anwendungen weit darüber hinaus. CEPS erläutert die aktuelle Situation und skizziert einen Weg zur Entwicklung einer Lieferkette für Seltenerd-Permanentmagnete in Europa.

Mit dem „Critical Raw Materials Act" will die Europäische Kommission die Versorgung Europas mit kritischen Rohstoffen verbessern. Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt ein Bericht der University of Cambridge, CLG Europe, der Materials & Product Taskforce, des Wuppertal Instituts und der „We mean business coalition". Die Kreislaufwirtschaft spielt dabei eine zentrale Rolle.

Nach der rückläufigen, rezessiven Entwicklung im vergangenen Winterhalbjahr 2022/23 stagnierte die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2023. Die geldpolitische Straffung der Europäischen Zentralbank (EZB) dämpft zunehmend die Binnennachfrage und schwächt die Nachfrage nach Krediten ab. Investitionen werden flächendeckend nach hinten verschoben - diese Verschiebung führt insbesondere bei den Bauinvestitionen zu einem drastischen Rückgang. Zudem belastet die Unsicherheit auf den Weltmärkten deutsche Exportmöglichkeiten. Im zweiten Quartal dieses Jahres waren sie bereits negativ.

Seltene Erdmetalle gewinnen im Kontext von Mobilitäts- und Energiewende sowie Digitalisierung massiv an Bedeutung. Zwar sind die meisten dieser Metalle in ausreichenden Mengen vorhanden, allerdings eben nicht überall. Beim Recycling sieht es bisher auch noch nicht allzu rosig aus. Wissenschaftler aus China, Deutschland und den USA haben nun ein Konzept für eine Kreislaufwirtschaft für seltene Erdmetalle entwickelt. Klar ist: Recycling alleine wird auch in Zukunft nicht ausreichen. Der Beitrag wurde in der Zeitschrift „Nature" veröffentlicht.