Michael Brunn
Chefredakteur

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Trotz ehrgeiziger Klimaziele bleibt die Marktdurchdringung biobasierter Kunststoffe im Vereinigten Königreich niedrig. Die bestehenden Abgaben- und Steuersysteme haben bisher kaum Anreize geschaffen, biogene Alternativen mit fossilen Kunststoffen konkurrenzfähig zu machen. Im Gegenteil, unkoordinierte Regulierungen schaffen neue Marktverzerrungen, die nachhaltige Innovationen verlangsamen statt fördern. Der Bericht "Fixing fossil market failures: the impact of UK taxes on bio-based plastics" von BB-REG-NET erklärt, welche Reformen notwendig wären, um die Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft tatsächlich zu beschleunigen.

In den letzten Jahren hat sich die Kreislaufwirtschaft zu einem zentralen Modell nachhaltiger Wirtschafts- und Umweltpolitik entwickelt. Trotz aller Fortschritte bleibt die aktive Beteiligung der Verbraucher jedoch begrenzt. Die Studie "Bringing the Consumer into the picture - normalising the circular economy", durchgeführt von WPI Economics im Auftrag von SUEZ UK, untersucht, warum bestehende Ansätze der Kreislaufwirtschaft bisher nur begrenzt aus Verbrauchersicht wirksam waren und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, um zirkuläre Praktiken im Alltag zu normalisieren.

Europa steht vor ökologischen und sozialen Krisen, die das lineare Wirtschaftsmodell an seine Grenzen treiben. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft bietet jedoch Lösungen: Es reduziert Emissionen und Ressourcenverbrauch, stärkt die Resilienz und schafft soziale Chancen. Städte spielen dabei eine Schlüsselrolle, da sie Ressourcenflüsse bündeln und entscheidende Hebel durch öffentliche Beschaffung und Infrastruktur kontrollieren. Um ihr Potenzial auszuschöpfen, benötigen Städte klare Rahmenbedingungen und politische Unterstützung. Der Artikel "Policy Brief on Accelerating the Circular Economy for a Prosperous and Competitive Europe" stellt die Prioritäten der Circular Cities Frontrunner Group vor und leitet Empfehlungen sowohl für Politik als auch für die Praxis ab.

Das UBA weist darauf hin, dass der Klimawandel deutlich schneller voranschreitet, als es bisher wissenschaftlich erwartet wurde. Dies mache ein entschlossenes und ambitioniertes Handeln umso dringlicher. Dabei gehe es nicht mehr nur um deutliche Treibhausgasminderungen. „Vielmehr muss es darum gehen in den Zielkorridor hin zur Treibhausgasneutralität einzuschwenken", so das UBA.

Für die Transformation zur Klimaneutralität ist eine gesamtwirtschaftliche Stabilität erforderlich. Die Studie „Materieller Wohlstand und Klimaschutz" des Umweltbundesamts hat sechs aktuelle Trends untersucht, die sich auf die materiellen Grundlagen des Wohlstands und die gesamtwirtschaftliche Stabilität auswirken. Dabei bergen alle Trends sowohl Risiken als auch Chancen für das Gelingen der Transformation.

Wie leicht können Verbraucher*innen in Europa tatsächlich nachhaltige Produkte erkennen und kaufen? Eine aktuelle Untersuchung von BEUC und EEB zeigt: Während in Skandinavien Umweltzeichen längst Standard sind, bleiben sie in anderen Regionen noch Mangelware. Dabei tragen Ecolabels entscheidend dazu bei, Kreislaufwirtschaft und nachhaltigen Konsum in der Breite zu verankern. In dem Bericht „Searching for Ecolabels" zeigen EEB, BEUC und EU Ecolabel, welche Handlungsmöglichkeiten der Handel und die Politik haben, um ökologische Produktkennzeichnung als Hebel für die Transformation zu nutzen.

Damit Verbraucher*innen einen Beitrag zur Transformation zu einer Kreislaufwirtschaft beitragen können, brauchen sie die richtigen Informationen. Nur so können sie nachhaltige Kaufentscheidungen treffen. ConPolicy hat im Auftrag des Umweltbundesamtes in dem Bericht „Digitale Verbraucherinformationen zu nachhaltigem Konsum, Produktwahl und Kreislaufwirtschaft im Onlinehandel" untersucht, ob und in welcher Form diese Informationen vorhanden sind.

Was kann eine Kreislaufwirtschaft zur Nachhaltigkeitstransformation beitragen? Mit dieser Frage beschäftigt sich der Bericht „Zirkuläres Wirtschaften als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung in unsicheren Zeiten - ein Diskussionsbeitrag aus dem UBA". Das Umweltbundesamt schlägt 15 zentrale Hebel vor.

Laut StartUs Insights gewinnt die Kreislaufwirtschaft an Fahrt, da immer mehr Unternehmen nach einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen suchen. Im „Circular Economy Trend Report" hat das Unternehmen die zehn wichtigsten Trends der Kreislaufwirtschaft untersucht und stellt zu jedem Trend zwei Start-ups vor..

Der Bericht „CGR The Value Gap: Sweden" von Circle Economy zeigt, dass die schwedische Volkswirtschaft aufgrund linearer Produktions- und Konsummuster jährlich rund 600 Milliarden SEK an potenziellem ökonomischem Wert verliert. Diese Wertlücke entsteht vor allem durch das vorzeitige Lebensende von Produkten, ineffiziente Nutzung, Material- und Energieverluste sowie Überkonsumation.