Feste Preise bei aufhellender Stimmung

Auch wenn der Markt für NE-Metalle weiterhin schwierig ist, scheint die Zuversicht auf bes-sere Zeiten bei den Marktteilnehmern zu steigen. Der Blick in die Zukunft ist nicht mehr von Trübsal bestimmt, sondern von der Hoffnung, dass sich die globalen Krisen - vor allem im Nahen Osten - allmählich reduzieren.

Feste Preise bei aufhellender Stimmung
© KI/Adobe Firefly

Viele erwarten, dass zeitnah wichtige Transportwege wieder zuverlässig befahrbar werden und die Nachfrage an Metallen und anderen Rohstoffen spürbar ansteigt. Sowohl an der Londoner Metallbörse (LME) als auch auf dem europäischen Recyclingmarkt sind weiterhin feste Preise zu beobachten.

Aluminium behauptet sich

Aluminium bewegte sich in den zurückliegenden Wochen weiterhin solide deutlich über der 3.000-US-Dollar-Marke. Zuletzt (15.6.) notierte High-Grade-Ware in der Dreimonatsposition mit 3.430 bis 3.431 US-Dollar. Die von der LME veröffentlichten Notierungen für Aluminium-Alloy sind nicht wirklich aussagekräftig, da Aluminium-Alloy derzeit kaum im Ring der LME gehandelt wird. Die sichtbaren Bestände in den lizenzierten Lagerhäusern der LME beliefen sich zuletzt auf 319.500 Tonnen Aluminium-High-Grade und 1.500 Tonnen Alloy.

Auch die Aluminiumschrottpreise blieben insgesamt auf hohem Niveau, auch wenn die eine oder andere Qualität leicht nachgab. Neuer Alu-Leg.-Schrott kupferarm (Angel) erlöste 2.250 Euro, Drahtschrott aus Reinaluminium (Achse) kostete um 3.050 Euro. Aluminiumspäne (Autor) wurden bei etwa 1.550 Euro gehandelt, Aluminiumprofilschrott (Alter) erlöste bis 3.050 Euro.

Blei schwächelt

Blei präsentierte sich zuletzt schwach und fiel unter die 2.000-US-Dollar-Marke. Zuletzt lagen die Londoner Notierungen bei 1.973 bis 1.974 US-Dollar. Die Bestände in den LME-Lagerhäusern wurden mit 304.850 Tonnen angegeben.

Altblei wurde auf dem deutschen Markt mit bis zu 1.520 Euro gehandelt, die Preise für Altakkus in Kästen variierten, je nach Region, zwischen 390 und 460 Euro.

Auch Kupfer stabil

Kupfer bewegte sich auch in den letzten Tagen solide oberhalb der 13.000-US-Dollar-Marke. Zuletzt wurde das rote Metall in London mit 13.748 bis 13.750 US-Dollar bewertet, die LME-Vorräte lagen bei 361.600 Tonnen.

Die Kupferschrotte blieben ebenfalls auf hohem Niveau. Blanker Kupferdrahtschrott (Kabul) kostete bis zu 11.110 Euro. Die gehäckselten Kupferdrahtschrotte erzielten in der ersten Qualität (Kasus) 11.150 Euro und in der zweiten Qualität (Katze) 10.750 Euro. Nicht legierter Kupferdrahtschrott (Kanal) wurde um 10.550 Euro gehandelt. Schwerkupferschrott (Keule) erlöste rund 10.050 Euro.

Nickel enttäuscht

Weiterhin enttäuschend waren die Preise bei Nickel. An der LME notierte das Legierungsmetall zuletzt mit 17.975 bis 18.000 US-Dollar und blieb damit weit unter der von einigen Analysten für die Jahresmitte prognostizierten 20.000 US-Dollar. Die LME-Lagerhausbestände wurden mit 274.932 Tonnen angegeben.

Auch die legierten Schrotte blieben hinter den Erwartungen zurück. V2A erlöste bis 1.150 Euro, V4A wurde um 2.200 Euro gehandelt.

Zink mit wenig Bewegung

Zink bewegte sich im Beobachtungszeitraum in der gewohnten Bandbreite, wobei die Notierungen in London zuletzt leicht nachgaben. Dreimonatszink notierte mit 3.580 bis 3.583 US-Dollar. Die Zinkbestände wurden von der LME mit 107.150 Tonnen angegeben.

Die Schrottseite blieb gut versorgt, die Preise bewegten sich nur moderat. Um­­schmelzzink B erlöste im Beobachtungszeitraum bis zu 2.550 Euro.

Zinn verliert

Zinn verlor in London ebenfalls, die offiziellen Notierungen lagen zuletzt bei 54.875 bis 54.925 US-Dollar. Der Handel wurde von Marktteilnehmern auffällig unterschiedlich bewertet, während einige von einer sporadisch starken Nachfrage berichteten, bewerteten andere Händler das Geschäft der letzten Wochen als eher schwach. Die Zinnbestände in den Lagerhäusern der LME lagen bei 8.775 Tonnen.

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