Marius Schaub
Redakteur

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Der Anteil von Stellen mit Bezug zur Green Economy am deutschen Arbeitsmarkt wächst kontinuierlich. Im Jahr 2025 wiesen rund 2,9 Millionen der insgesamt 9,9 Millionen ausgeschriebenen Stellen einen solchen Bezug auf. Das entspricht fast jeder dritten Stelle. 2019 war es noch jede fünfte. Das zeigt eine Analyse des Jobmonitors der Bertelsmann Stiftung, für die das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rund 70 Millionen Online-Stellenanzeigen aus den Jahren 2019 bis 2025 ausgewertet hat.

Forscher*innen der Universität Leipzig ist es laut einer Meldung gelungen, das natürlich vorkommende Enzym PHL7 gezielt zu optimieren, sodass es Polyethylenterephthalat (PET) unter industrierelevanten Bedingungen stabiler und aktiver abbaut. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Nature Communications veröffentlicht.

Die Technologien sind da, die Fristen rücken näher - und die Lücken zwischen politischem Anspruch und praktischer Umsetzung sind unübersehbar. Bei den 27. Bayerischen Abfall- und Deponietagen in Augsburg diskutierten rund 450 Fachleute, was es braucht, um Recycling und Rohstoffrückgewinnung vom Ziel zur Realität zu machen.

Zeppelin Baumaschinen kündigt ihre Teilnahme an der IFAT 2026 vom 4. bis 7. Mai in München an. Auf 526 Quadratmetern zeigt das Unternehmen in Halle C5, Stand 138/139 Maschinen und Anbaugeräte für die Recycling- und Abfallwirtschaft, darunter Neuheiten wie den weiterentwickelten Elektro-Umschlagbagger Cat MH 3022 mit Akkubetrieb für bis zu 15 Minuten unabhängige Fahrt sowie den Cat MH 3032 mit Quick-Connect-System ZQC für kabineninternen Werkzeugwechsel auf Schrottscheren bis fünf Tonnen.

Die europäische Verpackungsverordnung (PPWR) und der darauf aufbauende Entwurf zur Novellierung des deutschen Verpackungsgesetzes (VerpackG) markieren aus Sicht der Industrievereinigung Kunststoffverpackungen (IK) einen tiefgreifenden Eingriff in die bestehende Verpackungs- und Recyclingarchitektur. Für die IK ist klar: Die Transformation hin zu mehr Kreislaufwirtschaft braucht ambitionierte Ziele, aber ebenso praktikable, wirksame und verhältnismäßige Instrumente. Genau daran lasse der aktuelle Referentenentwurf zum neuen Verpackungsrecht-Durchführungsgesetz (VerpackDG) an entscheidenden Stellen Zweifel aufkommen.

Beton gilt als klimaschädlich. Ein Start-up aus Berlin will das ändern: Biogene Reststoffe werden als kohlenstoffspeichernde Zuschläge in Beton genutzt - um den Baustoff zur Kohlenstoffsenke zu machen, aber auch, um die Eigenschaften des Betons gezielt zu verbessern.

Unruhige Märkte, steigende Kosten und internationale Wettbewerbssorgen - die Jahrestagung des bvse im September in Bad Gögging bot der Recycling- und Entsorgungsbranche eine lange Liste von Herausforderungen. Während Verbandspräsident Henry Forster vor Rückschritten in der Industrie und politischen Blockaden warnte, diskutierten die Fachverbände über die notwendige Sicherung offener Märkte, die Belastung durch Bürokratie und neue Aufgaben der Kreislaufwirtschaft von Baustoffen bis Textilien. Im Mittelpunkt standen Forderungen nach politischer Rückendeckung - und die Suche nach Lösungen für eine Branche im Wandel.

Von Kaffeebechern bis zu Etiketten: Bislang galt nassfestes Papier als Problemstoff im Papierrecycling. Ein neu entwickeltes Trockenverfahren könnte das ändern und den Faserstrom um Millionen Tonnen erweitern.

Die Wiederaufbereitung gebrauchter IT-Geräte bietet erhebliches Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasemissionen. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die Interzero gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Fraunhofer Umsicht) veröffentlicht hat. Untersucht wurden Einsparungen, die sich durch die Verlängerung des Produktlebenszyklus ergeben.
Am 9. September 2025 hat das Europäische Parlament Änderungen der Abfallrahmenrichtlinie beschlossen und damit den Weg für die Einführung einer erweiterten Herstellerverantwortung (EPR) für Textilien freigemacht. Mitgliedstaaten haben nun 20 Monate Zeit, die Vorgaben in nationales Recht umzusetzen, und 30 Monate, um EPR-Systeme einzurichten. Der Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (bvse) begrüßt diesen Schritt grundsätzlich, sieht jedoch dringenden Handlungsbedarf bei der Ausgestaltung.