Michael Brunn
Chefredakteur

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2024 begann die Branche verhalten, gefolgt von einer plötzlichen Preisrallye im Frühjahr, die insbesondere die Massensorten auf ein Hoch katapultierte - trotz schwacher Konjunkturindikatoren. Doch der Preisanstieg war nur von kurzer Dauer: Im Herbst folgte ein abrupter Rückgang. „Diese Achterbahnfahrt dürfte sich 2025 wiederholen, aber wer darin ein Zeichen einer wirtschaftlichen Erholung sieht, wird enttäuscht sein", warnte Hayes.

„Wir begrüßen, dass das Thema Kreislaufwirtschaft Einzug in die Papiere der Arbeitsgruppen zu einem Koalitionsvertrag gefunden hat. Indes: Es ist noch nicht grundsätzlich und mutig genug adressiert, dies sollte bei der Formulierung des Koalitionsvertrages nachgeschärft werden", erklären VHI-Geschäftsführerin Anemon Strohmeyer und HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner zu den Papieren der Arbeitsgruppen der Koalitionsverhandlungen zum Thema Kreislaufwirtschaft.

Die Studie wurde im Auftrag von VinylPlus Healthcare durchgeführt - einer neuen Plattform, die als Reaktion auf den zunehmenden Bedarf an Kommunikation über die Rolle von Vinyl im Gesundheitswesen ins Leben gerufen wurde. VinylPlus Healthcare fungiert als Dachplattform, die die Aktivitäten der inzwischen geschlossenen PVCMed Alliance integriert und gleichzeitig die Recyclinginitiativen von VinylPlus Med (medizinische Geräte) und VinylPlus PharmPack (pharmazeutische Blisterverpackungen) fortführt.

Die RCS-Gruppe hat sich auf das Recycling von Abfällen aus dem Pfandsystem spezialisiert. Die Nachfrage nach recyceltem PET steigt kontinuierlich, und das Unternehmen möchte durch den Ausbau seiner Kapazitäten einen noch größeren Beitrag zur Kreislaufwirtschaft leisten.

Ein zentrales Anliegen der ITAD ist es, die Wirtschaft durch den Abbau bürokratischer Hürden in der Kreislaufwirtschaft spürbar zu entlasten - etwa durch eine schlanke, praxisorientierte Umsetzung europäischer Vorgaben. „Die 1:1-Übernahme von EU-Recht in nationales Recht ist kein Wunschdenken, sondern notwendige Grundlage für Rechtsklarheit und Investitionsbereitschaft", betont Dr. Bastian Wens, Geschäftsführer der ITAD.

Das Partnernetzwerk des Recycling-Ateliers besteht aus 13 Industrieunternehmen, die gemeinsam die gesamte Prozesskette des mechanischen Textilrecyclings abdecken. Die Aufnahme von Update Texware ist ein wichtiger Baustein für das hochwertige Recycling von Textilien, um innovative digitale Lösungen für das mechanische Textilrecycling zu entwickeln. Der Schwerpunkt der Kooperation liegt auf der Analyse der speziellen Anforderungen an Software im Textilrecycling.

Der Durchführungsrechtsakt soll die Methode zur Massenbilanzierung im chemischen Recycling festlegen und damit die Berechnung des Rezyklatanteils in chemisch recyceltem Kunststoff definieren. Ursprünglich war geplant, die „polymers-only"-Methode einzuführen, die strenge Regeln für die Berechnung des Rezyklatanteils vorsieht und ein Level-Playing-Field garantieren würde. Nach intensiven Gesprächen mit den Mitgliedstaaten wurde jedoch die fuel-use-exempt-Methode vereinbart. Diese Methode ermöglicht es, den Rezyklatanteil von Nebenprodukten, die nicht als Brennstoffe verwendet werden, dem Kunststoff anzurechnen - was zu einer künstlichen Erhöhung des ausgewiesenen Rezyklatanteils führt. Der neue Vorschlag vom Februar 2025 führt die Kategorie der Dual-Use-Stoffe in die fuel-use-exempt Methode ein. Darunter fallen Stoffe, die im weiteren Prozess sowohl zu Kunststoffpolymeren und Basischemikalien als auch zu Brennstoffen verarbeitet werden können. Bislang wurden diese als Brennstoffe gewertet, so dass der auf sie entfallende Rezyklatinput nicht bei den Kunststoffen berücksichtigt werden konnte. Die neuen Regelungen führen dazu, dass Dual-Use-Stoffe in größerem Umfang als Kunststoffe gewertet und der berechnete Rezyklatanteil der Kunststoffe noch stärker künstlich erhöht werden kann. VOEB-Geschäftsführerin Veronika Wüster kritisiert: „Die vorgelegten Regelungen zur Massenbilanzierung von Dual-Use-Stoffen stellen eine aufgeweichte fuel-use-exempt-Massenbilanzierung dar. Dadurch können Anteile als Kunststoffrezyklate ausgewiesen werden, die faktisch zu Fuels umgewandelt wurden." Eric Rehbock, Hauptgeschäftsführer des bvse, fügt hinzu:„Die Regelungen basieren auf maximalen Ausbeuten in der Polymergewinnung, wodurch wesentlich höhere Rezyklatanteile auf Dual-Use-Stoffe alloziert werden können, als tatsächlich aus den Dual-Use-Stoffen gewonnene Polymere vorliegen. Dies begünstigt Greenwashing und ist daher abzulehnen. Anstelle dessen sollten sich die Mitgliedsstaaten zur polymers-only-Methode bekennen." Der stellv. Hauptgeschäftsführer des BDE, Dr. Andreas Bruckschen fordert:„Um Missbrauch zu verhindern, muss die Einbeziehung von Dual-Use-Stoffen in die Rezyklatanrechnung abgelehnt und die Berechnungsmethode grundsätzlich überarbeitet werden. Zudem sind die genauen Massenbilanzen aller Prozessschritte - insbesondere bei Kaskadenverfahren offenzulegen, um die Massenbilanzierung in der PPWR entsprechend zu korrigieren." Die Verbände kritisieren zudem, dass der Vorschlag zu Dual-Use-Stoffen lediglich einen Teil der gesamten Prozesskette (insbesondere das Steam-Cracking) abdeckt - und dies in einer Weise, die die Komplexität und Vielfalt der unterschiedlichen Betriebsmodi sowie die variierenden Ausbeuten unzureichend berücksichtigt. BDE, bvse und VOEB fordern daher, dass die Massenbilanzierung die Ausbeuten aller einzelnen Prozessschritte korrekt berücksichtigt und die entsprechenden Konversionsfaktoren transparent darlegt. Aus dem Durchführungsbeschluss muss eine eindeutige Berechnung der anrechenbaren Mengen hervorgehen. Da die vorgeschlagenen Regelungen im vorliegenden Entwurf diese Anforderungen nicht erfüllen, sprechen sich die Verbände ausdrücklich gegen den Vorschlag aus.

Ob privater Bauherr oder öffentliche Hand - jeder möchte ein Baustoffprodukt, welches hohe Qualität aufweist und ohne weitere Vorsorge einsetzbar ist. Österreich hat daher schon 2016 als eines der ersten europäischen Länder eine Abfallendeverordnung (die Recycling-Baustoffverordnung) für mineralische Abfälle wie Beton, Mauerwerk oder Asphalt in Kraft gesetzt. Dies bedeutet, dass diese Recycling-Baustoffe mit der qualitativ hochwertigen Produktion und der besten Umweltqualität sowie dem Verkauf bzw. der Übergabe die Abfalleigenschaft verlieren und als Produkt ohne Einschränkung (aus dem Abfallrecht) gekauft und verwendet werden können - z.B. als Gestein für die Beton- oder Asphaltproduktion oder als ungebundener Baustoff für den Tiefbau. Über 90 % aller hergestellten Recycling-Baustoffe erreichen diese Anforderung, d.h. dass mehr als 9 Millionen Tonnen an Recycling-Baustoffen als Produkt das Firmengelände verlassen. (Die übrigen Recycling-Baustoffe verlieren das Abfallende erst am Einsatzort, also z.B. als Tragschichtmaterial im Straßenbau).

„Der Bedarf an Wohnraum, Infrastruktur, Windrädern, PV-Anlagen und Energieleitungen bleibt hoch - Deutschland ist auf mineralische Rohstoffe angewiesen", betont Dr. Matthias Frederichs, Hauptgeschäftsführer des bbs. Die vom RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung durchgeführte Studie schätzt den Rohstoffbedarf bis 2045 anhand von zwei wirtschaftlichen Entwicklungspfaden ab: In der sogenannten oberen Variante (0,9 % jährliches Wirtschaftswachstum) liegt der Rohstoffbedarf im Jahr 2045 bei 525 Mio. t - ein Rückgang um 5,4 % gegenüber 2022. In der unteren Variante (0,1 % Wachstum) fällt der Bedarf auf 452 Mio. t, was einem Rückgang von 18,5 % entspricht. Der Verband hebt hervor, dass angesichts der zuletzt schwachen Konjunktur eher vorsichtige Annahmen gewählt wurden - geht jedoch insgesamt von einem höheren Wachstum aus: „Die Basis der Infrastrukturmodernisierung bilden mineralische Rohstoffe. Das beschlossene Sondervermögen könnte somit die Nachfrage deutlich ankurbeln", so Frederichs.
Landbell will die PP-Abfälle aus ihren Haushaltssammlungen als Ausgangsmaterial für die erste europäische PP-Recyclinganlage von PureCycle in Antwerpen, Belgien, liefern, die nach dem Bau und der Inbetriebnahme eine Jahreskapazität von 59.000 Tonnen haben soll.