Die Deponie wurde bis 2005 für die Ablagerung von Siedlungs- und Bauabfällen genutzt. Anschließend begann die Stilllegungsphase, in deren Verlauf die BSR den Standort abdichtete und rekultivierte. Dabei kamen unter anderem mineralische Verbrennungsreste aus dem Müllheizkraftwerk Ruhleben zur Geländeprofilierung zum Einsatz. Die Oberfläche erhielt eine mehrschichtige Abdichtung, um die langfristige Sicherung des Standorts zu gewährleisten.
Energiegewinnung aus Deponiegas
Auch nach dem Ende der Stilllegungsphase erzeugt die Deponie weiterhin Energie. Das auf dem Gelände entstehende Deponiegas wird erfasst und in einem Blockheizkraftwerk energetisch verwertet. Der erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die dabei entstehende Wärme gelangt zum Heizkraftwerk Buch. Ein Teil der Energie dient zudem der Versorgung der technischen Anlagen am Standort.
Langfristige Überwachung bleibt Aufgabe des Betreibers
Mit dem Beginn der Nachsorgephase übernimmt die BSR weiterhin die Verantwortung für den Standort. Zu den Aufgaben zählen die Wartung und Pflege des Geländes sowie umfangreiche Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen. Die Nachsorge dient dazu, die Funktionsfähigkeit der technischen Sicherungseinrichtungen dauerhaft zu gewährleisten und mögliche Umweltauswirkungen frühzeitig zu erkennen.
Rekultivierung schafft neue Lebensräume
Neben den technischen Maßnahmen wurde die Rekultivierung des Geländes über viele Jahre begleitet. Auf den rekultivierten Flächen haben sich neue Lebensräume entwickelt. Die Deponie Schwanebeck zeigt damit, wie ehemalige Ablagerungsstandorte nach ihrer Stilllegung langfristig gesichert und gleichzeitig ökologisch aufgewertet werden können.
Mit dem Übergang in die Nachsorgephase endet ein wichtiger Abschnitt der Deponieentwicklung. Die langfristige Verantwortung des Betreibers für Kontrolle und Überwachung des Standorts bleibt jedoch bestehen.






