Diese Themen standen im Mittelpunkt des diesjährigen Branchendialogs des Kunststoff verarbeitenden Industrieverbandes pro-K.
Vertreter*innen aus Industrie, Verbänden und Fachmedien diskutierten über die Zukunft des Industriestandorts Deutschland. Im Fokus standen die Herausforderungen der industriellen Transformation, die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Förderung qualifizierter Fachkräfte für die Kunststoffindustrie.
Industrielle Transformation unter Druck
Den fachlichen Auftakt bildete ein Vortrag des Wirtschaftsjournalisten und Sachbuchautors Philipp Krohn. Im Mittelpunkt standen die Wechselwirkungen zwischen den Klima- und Nachhaltigkeitszielen der Europäischen Union, den hohen Energiekosten sowie dem zunehmenden internationalen Wettbewerbsdruck.
Anschließend diskutierten Vertreter aus Industrie, Umweltverbänden und Medien über industrie- und klimapolitische Fragestellungen. Dabei wurde deutlich, dass Klimaschutz und Ressourcenschonung als zentrale gesellschaftliche und wirtschaftliche Aufgaben angesehen werden. Zugleich verwiesen die Teilnehmer auf die Bedeutung einer praxisnahen Regulierung.
Regulierung und Industrie stärker verzahnen
Nach Einschätzung der Diskutierenden können europäische Regelwerke ihre Wirkung nur dann entfalten, wenn Unternehmen frühzeitig in die Entwicklung regulatorischer Vorgaben eingebunden werden. Ziel müsse es sein, praktikable und wirtschaftlich tragfähige Lösungen zu schaffen, die ökologische Anforderungen mit industrieller Wettbewerbsfähigkeit verbinden.
Die Diskussion verdeutlichte zudem, dass Unternehmen der Kunststoffindustrie bereits Maßnahmen zur Erreichung von Klimaneutralität und Kreislaufwirtschaft umsetzen. Voraussetzung für weitere Fortschritte seien jedoch verlässliche politische Rahmenbedingungen, die Investitionen erleichtern und Innovationen fördern. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen zur Entwicklung schadstoffärmerer Produkte und Produktionsverfahren.
Nachwuchs für die Kunststoffindustrie ausgezeichnet
Im Anschluss an den Branchendialog wurden die zehn besten Absolventinnen und Absolventen des Ausbildungsberufs Kunststoff- und Kautschuktechnologin beziehungsweise Kunststoff- und Kautschuktechnologe in Deutschland mit dem Günter-Schwank-Preis ausgezeichnet. Die Ehrung unterstreicht die Bedeutung qualifizierter Fachkräfte für die zukünftige Entwicklung der Kunststoffindustrie.







