Während beim chemischen Recycling von Nylon 6, das sich bereits in der Demonstrationsphase befindet, das Monomer Caprolactam zurückgewonnen wird, erfordert die Aufarbeitung von Nylon 66 die Gewinnung von Hexamethylendiamin und Adipinsäure-Monomeren. Toray nutzte seine Erfahrung beim Nylon-6-Recycling, um die Reaktion von Nylon 66 in subkritischem Wasser zu analysieren. Mithilfe eines proprietären Verfahrens gelang es dem Unternehmen, Nebenreaktionen gezielt zu unterdrücken, sodass eine hohe Ausbeute an reinen Monomeren erzielt und Nylon 66 anschließend durch Repolymerisation wiederhergestellt werden kann.
Die Produktion von Nylon 66 auf Basis dieser Recyclingtechnologie verursacht laut Toray rund 50 % weniger CO₂-Emissionen als die herkömmliche Herstellung aus fossilen Rohstoffen.
Zunächst konzentriert sich Toray auf den Einsatz im Automobilbereich und entwickelt parallel Methoden zur Trennung von Fremdmaterialien aus gebrauchten Komponenten wie Airbags sowie zur Reinigung und Monomer-Isolierung. Bis Ende 2025 will das Unternehmen ein System zur Qualitätsprüfung und Kundenevaluierung mittels Testmustern aufbauen. Die Aufnahme der Serienproduktion ist für das Jahr 2030 geplant.






