Austausch mit der Politik
Ein wichtiger Programmpunkt war der Besuch des designierten Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder. Im Gespräch mit den Teilnehmern standen die Herausforderungen und Perspektiven mittelständischer Unternehmen der Holzpackmittelbranche im Fokus. Dabei ging es insbesondere um die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die zukünftige Entwicklung der Branche.
PPWR im Fokus der Tagung
Breiten Raum nahm die neue europäische Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (Packaging and Packaging Waste Regulation, PPWR) ein. Da viele Fragen zur praktischen Umsetzung noch offen sind, stießen die Fachvorträge von HPE-Geschäftsführer Marcus Kirschner sowie die rechtliche Einordnung durch Patrick Krampitz auf großes Interesse.
Im Rahmen der Veranstaltung stellte der Verband zudem eine neue Umsetzungshilfe zur PPWR vor. Die mehr als 150 Seiten umfassende Publikation erläutert die Anforderungen der Verordnung speziell für Unternehmen der Holzpackmittelbranche. Neben den rechtlichen Grundlagen und relevanten Fristen enthält der Leitfaden konkrete Empfehlungen zur Vorbereitung auf die künftigen Vorgaben.
Der HPE begleitet seine Mitgliedsunternehmen bei der Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen und bringt die Interessen der Branche in europäische Gesetzgebungsverfahren ein.
HPECycle gewinnt an Bedeutung
Im Zusammenhang mit den Anforderungen der PPWR berichtete Fabian Häcker über die Entwicklung von HPECycle. Das bundesweite Netzwerk für die Rücknahme und Reparatur gebrauchter Paletten wächst kontinuierlich. Nach Einschätzung des Verbandes könnte HPECycle künftig Aufgaben im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung für Holzpackmittel übernehmen und damit Unternehmen bei administrativen Anforderungen unterstützen.
Geopolitische Risiken und Holzmärkte
Ein weiterer Schwerpunkt der HPE-Frühjahrstagung waren die Auswirkungen geopolitischer Entwicklungen auf Unternehmen und Lieferketten. Christian Badia analysierte die aktuelle weltpolitische Lage und deren mögliche Folgen für die deutsche Wirtschaft. Dabei wurde deutlich, dass Unternehmen ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Risiken weiter stärken müssen.
Ergänzend informierte Rob Driessen über die Situation auf den europäischen Holzmärkten. Im Fokus standen die Auswirkungen anhaltender Marktunsicherheiten sowie mögliche Handlungsoptionen für Unternehmen.
Digitalisierung und künstliche Intelligenz
Impulse für die digitale Weiterentwicklung der Branche lieferten verschiedene Praxisbeispiele. Vorgestellt wurde unter anderem die Software PaC-Express für die dreidimensionale Konstruktion und Statikberechnung von Verpackungslösungen. Die Anwendung soll zum Jahreswechsel frei am Markt verfügbar sein.
Darüber hinaus wurden Einsatzmöglichkeiten künstlicher Intelligenz in mittelständischen Unternehmen vorgestellt. Neben konkreten Anwendungsbeispielen standen auch Fördermöglichkeiten für kleine und mittlere Unternehmen im Mittelpunkt.
Herausforderungen der kommenden Jahre
Die HPE-Frühjahrstagung zeigte, dass die Holzpackmittelbranche vor weitreichenden Veränderungen steht. Neue regulatorische Anforderungen, geopolitische Entwicklungen und die fortschreitende Digitalisierung werden die Rahmenbedingungen der Unternehmen in den kommenden Jahren maßgeblich beeinflussen. Der fachliche Austausch innerhalb der Branche sowie der Dialog mit politischen Entscheidungsträgern bleiben daher wichtige Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des Sektors.






